Svenja voigt: deutsche eishockey-hoffnung vor dem duell mit kanada
Svenja voigt: deutsche eishockey-hoffnung vor dem duell mit kanada
Die deutsche Eishockeynationalmannschaft der Frauen steht vor einer großen Herausforderung: dem Viertelfinale gegen Kanada. Im Mittelpunkt steht dabei Stürmerin Svenja Voigt, die seit 2018 in Nordamerika spielt und mit ihren 21 Jahren bereits eine wichtige Säule des Teams ist. Wir sprachen mit ihr über die Vorbereitung, die Stimmung und die Erwartungen an das Spiel.
Regeneration und vorbereitung
Nach der erfolgreich absolvierten
Gruppenphase gewährte das Team einen freien Mittwoch, bevor es am Donnerstag mit intensivem Training fortgesetzt wurde. „Da ist so ein bisschen der Druck raus, man kann nochmal etwas Lockeres machen, ein bisschen was ausprobieren am Ende einer Einheit,“ erklärte Voigt. Besonders die Übung von Penalty-Schüssen wurde intensiv betrieben, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein.
Die stimmung vor dem viertelfinale
Ob sich die Stimmung im Vergleich zur Gruppenphase verändert hat? „Nicht so wirklich, weil das Viertelfinale ja auch unser Ziel war, das wir auf jeden Fall erreichen wollten,“ antwortete Voigt. Das Team versucht, mit einer positiven Einstellung an das Spiel heranzugehen und sein Bestes zu geben. „Wir wollen unser Bestes zeigen – und dann mal schauen, was möglich ist.“

Kanada: ein alter bekannter
Der Gegner am Samstag ist Kanada, ein Team, das Voigt bereits aus früheren Begegnungen kennt. Sie erinnert sich an ihr erstes Weltturnier, wo die deutsche Mannschaft mit 0:7 unterlag. „Das war ein sehr lehrreiches Spiel, um zu sehen, wie groß der Schritt zu den Besten der Welt dann doch ist,“ so Voigt. Sie betont aber auch, dass sich das deutsche Frauen-Eishockey seitdem positiv entwickelt hat.

Lehren aus der vergangenheit
Was hat sie aus dem damaligen Vergleich mit Kanada gelernt? „Die Kanadierinnen sind brutal effizient in dem, was sie tun.“ Daher sei es wichtig, defensiv gut zu stehen und die eigenen Chancen zu nutzen. „Wir müssen unsere Chancen nutzen. Sie haben wahnsinnig viel Talent in ihren Reihen, das ist keine Frage.“

Ein tag zur erholung und inspiration
Der freie Mittwoch wurde für die Regeneration genutzt, aber auch für eine ungewöhnliche Erfahrung: einen Besuch beim Eistanzen. „Ich finde es beeindruckend, wie elegant sie sich bewegen – es ist ja eigentlich die gleiche Fläche wie bei uns,“ berichtete Voigt begeistert. Sie sieht Parallelen und Möglichkeiten, von der Technik des Eiskunstlaufs zu profitieren. „Bei uns in St. Cloud an der Universität haben wir immer eine Trainerin, die tatsächlich auf Eiskunstlauf-Schlittschuhen unterwegs ist.“

Die sturmreihe mit den welcke-zwillingen
Voigt spielt in einer Sturmreihe mit den Welcke-Zwillingen Lilli und Luisa. „Wir sind sehr effizient, auch im Forechecking und dabei, die Scheiben zu bekommen,“ beschreibt sie die Stärken der Formation. „Wir wollen das Spiel einfach halten, aber haben doch auch Skill mit dabei. Wir spielen einfach das schnelle Spiel, das man aus Amerika kennt, von der kleinen Eisfläche her. Ich glaube deshalb, dass uns das hier bei Olympia wahnsinnig gut liegt.“

Der spielplan der viertelfinale
| Spiel | Datum/Uhrzeit |
|---|---|
| Tschechien vs. Schweden | Heute, 21:10 Uhr |
| USA vs. Italien | Heute, 21:10 Uhr |
| Kanada vs. Deutschland | Sa., 16:40 Uhr |
| Finnland vs. Schweiz | Sa., 21:10 Uhr |
