Skilanglauf: karlsson triumphiert erneut – fink beste deutsche mit rang 19
- Olympia in mailand cortina 2026: ernüchterndes ergebnis für deutschland
- Schlickenrieder spricht von einem „auf die mütze bekommen“
- Finks leistung und die ergebnisse der deutschen läuferinnen
- Historisch schlechtes ergebnis für das dsv-team
- Karlsson in topform: lob von experten
- Ausblick auf die staffel und weitere rennen
- Ergebnisse im überblick
Olympia in mailand cortina 2026: ernüchterndes ergebnis für deutschland
Die deutschen Skilangläuferinnen mussten bei der beeindruckenden Vorstellung der Schwedin Frida Karlsson eine bittere Niederlage einstecken. Im Freistil-Rennen über 10 Kilometer erreichte Pia Fink als 19. das beste Ergebnis für das deutsche Team. Es ist das schlechteste Olympiaergebnis über diese Distanz seit 1956.
Schlickenrieder spricht von einem „auf die mütze bekommen“
Bundestrainer Peter Schlickenrieder zeigte sich nach dem Rennen wenig zufrieden: „Heute haben wir einen auf die Mütze bekommen, das kann man nicht anders sagen“. Die schwedische Dominanz war unüberwindbar. Frida Karlsson sicherte sich mit einer Zeit von 22:49,2 Minuten eindrucksvoll den Sieg, vor ihrer Landsfrau Ebba Andersson (+46,8 Sekunden) und der US-Amerikanerin Jessie Diggins (+49,7 Sekunden), die mit einer Rippenprellung antrat.
Finks leistung und die ergebnisse der deutschen läuferinnen
Nach ihrem zwölften Platz im Skiathlon konnte Pia Fink diesmal mit Rang 19 überzeugen, wenngleich das Ergebnis hinter den Erwartungen zurückblieb (+1:55,0 Minuten). Helen Hoffmann, die Junioren-Weltmeisterin, landete auf dem 28. Platz (+2:18,2 Minuten), während Sofie Krehl als 42. ins Ziel kam (+3:01,9 Minuten). Krehl äußerte sich ratlos über die Diskrepanz zu ihrer Leistung im Skiathlon.
Historisch schlechtes ergebnis für das dsv-team
Das Ergebnis ist das schlechteste für das deutsche Team über 10 Kilometer seit den Olympischen Spielen 1956 in Cortina d'Ampezzo. Damals belegten Sonnhilde Hausschild und Else Ammann den geteilten 20. Platz. Die Bedingungen waren ungewohnt warm, was einige Läuferinnen dazu veranlasste, mit kurzen Ärmeln und Hosen anzutreten.
Karlsson in topform: lob von experten
Die überragende Leistung von Frida Karlsson wurde von allen Seiten gelobt. Per Nilsson, der deutsche Frauen-Trainer und gleichzeitig Karlssons Heimtrainer, sagte: „Frida ist on fire. Sie ist eine außergewöhnliche Läuferin.“ Auch Peter Schlickenrieder hob die akribische Vorbereitung der Schwedin hervor, die viele Rennen ausließ und viel Höhentraining absolvierte.
Ausblick auf die staffel und weitere rennen
Katharina Hennig Dotzler, die Teamsprint-Olympiasiegerin, verzichtete auf das Rennen, um sich auf die Staffel am Samstag vorzubereiten. Auch die kurzfristig angereiste Theresa Fürstenberg, eine Olympia-Debütantin, zeigte sich mit ihrem 68. Platz (+4:05,9 Minuten) zufrieden. Die Materialwahl war für einige Läuferinnen ein Problem, wie Helen Hoffmann anmerkte.
Ergebnisse im überblick
| Platz | Athletin | Zeit |
|---|---|---|
| 1 | Frida Karlsson (SWE) | 22:49,2 |
| 2 | Ebba Andersson (SWE) | 23:36,0 |
| 3 | Jessie Diggins (USA) | 23:38,9 |
| 19 | Pia Fink (GER) | 24:44,2 |
| 28 | Helen Hoffmann (GER) | 25:06,4 |
| 42 | Sofie Krehl (GER) | 26:03,1 |
