Silber und kritik: axel jungk mahnt bessere vermarktung für skeleton

Axel jungk kritisiert ibsf nach silbermedaille in cortina d'ampezzo

Axel Jungk hat sich nach seinem beeindruckenden Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen in Mailand Cortina 2026 kritisch über die Vermarktung des Skeleton-Sports durch den Weltverband IBSF geäußert. Der deutsche Skeleton-Athlet äußerte seine Enttäuschung über die mangelnde Präsenz seiner Sportart im Vergleich zum Bobfahren.

„Eine traurige tatsache“

„Es ist natürlich traurig“, so Jungk im Deutschen Haus. „Wir stehen halt immer so ein bisschen im Schatten vom Bobsport, was traurig ist, weil es meiner Meinung nach eine mindestens genauso interessante Sportart ist.“ Er beklagte, dass Skeleton-Wettkämpfe oft zu ungünstigen Zeiten im Vergleich zu Bob-Rennen angesetzt werden. „Guido, die ist für dich!“, widmete er die Silbermedaille seinem verstorbenen Freund.

Ungünstige sendezeiten als problem

Ungünstige sendezeiten als problem

Jungk bemängelte, dass Skeleton-Wettkämpfe überwiegend freitags stattfinden, während Bob-Rennen „dann Samstagabend und Sonntag zur Primetime fahren“. Das führe dazu, dass die Popularität des Skeleton-Sports leide. Er äußerte sich skeptisch, dass sich die Situation in den nächsten Jahren verbessern werde, da es in den letzten zehn Jahren keine wesentlichen Fortschritte gegeben habe.

Von skispringen zum eiskanal

Von skispringen zum eiskanal

Ähnlich wie sein Teamkollege Christopher Grotheer, der ebenfalls eine Bronzemedaille gewann, kam Jungk ursprünglich aus dem Skispringen. „Als mir erstmals von Skeleton erzählt wurde, habe ich die Sportart mit Shorttrack verwechselt“, erzählte Jungk. „Das fand ich schon wirklich crazy, dass ich als Wintersportler auf dem Sport-Internat diese Sportart nicht kannte. Deswegen mache ich da auch niemandem einen Vorwurf, wenn er mich fragt: 'Skeleton, was ist denn das eigentlich?' Aber das ist traurig.“

Grotheer stimmt jungk zu

Auch Christopher Grotheer bestätigte, dass Skeleton definitiv populärer sein könnte. Dennoch sieht er in den letzten Jahren eine positive Entwicklung, gerade durch die Erfolge der deutschen Athleten. „Olympia ist die größte Bühne, vor allem für auch diese kleinen Sportarten, in denen wir unterwegs sind“, sagte Grotheer. „Ich glaube, dass Axel und ich da schon eine sehr, sehr große Werbung gemacht haben in den letzten Jahren.“

Hoffnung auf zukünftige verbesserungen

Trotz der Kritik betont Jungk, dass er seine Leidenschaft für den Skeleton-Sport nicht verloren hat. Er hofft, dass die Verantwortlichen die Probleme erkennen und Maßnahmen ergreifen, um die Vermarktung und Sichtbarkeit des Sports zu verbessern. Die Silbermedaille in Cortina d'Ampezzo ist für ihn ein weiterer Ansporn, sich weiterhin für den Skeleton-Sport einzusetzen.

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