Silber und bronze für deutsche skeleton-piloten bei olympia – britischer triumph

Olympische spiele in cortina d'ampezzo: deutsche skeleton-piloten auf dem podium

Cortina d'Ampezzo – Die deutschen Skeleton-Athleten Axel Jungk und Christopher Grotheer haben bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo beeindruckende Leistungen gezeigt und sich die Silber- bzw. Bronzemedaille gesichert. Beide mussten sich jedoch dem neuen Olympiasieger Matt Weston aus Großbritannien geschlagen geben. Damit setzen die deutschen Schlittensportler ihre erfolgreiche Serie im Eiskanal fort und fügen dem deutschen Team weitere Medaillen hinzu.

Axel jungk erringt silber – wiederholung von peking

Axel jungk erringt silber – wiederholung von peking

Der 34-jährige Axel Jungk fuhr im Cortina Sliding Centre eine starke Leistung und erreichte den zweiten Platz, genau wie vor vier Jahren bei den Olympischen Spielen in Peking. Er konnte jedoch nicht mit der überragenden Leistung von Matt Weston mithalten, der sich den Goldmedaillen sicherte. Jungk beendete die Weltcupsaison als Vierter und zeigte nun seine starke Form bei den Olympischen Spielen.

Christopher grotheer holt bronze – steigerung im laufe der saison

Christopher grotheer holt bronze – steigerung im laufe der saison

Christopher Grotheer, der Peking-Olympiasieger, sicherte sich die Bronzemedaille in einem Wettkampf, der von der Disqualifikation des ukrainischen Athleten Wladyslaw Heraskewytsch überschattet wurde. Grotheer hatte eine wechselhafte Saison hinter sich, startete schwach, steigerte sich aber deutlich. Für ihn ist dies wie für Jungk die zweite Olympiamedaille.

Sechste und siebte medaille im eiskanal

Für das deutsche Schlittensportteam ist dies bereits die sechste und siebte Medaille im Eiskanal innerhalb von sechs Rennen. Die Rodler, allen voran die Rekord-Winterolympioniken Tobias Wendl und Tobias Arlt, hatten in den vergangenen Tagen mit drei Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille vorgelegt. Felix Keisinger, ein Skeleton-Debütant, belegte den sechsten Rang.

Mixed-team als weitere chance für deutschland

Für Jungk und Grotheer bietet sich am Sonntag eine weitere Medaillenchance im erstmals olympischen Mixed-Team-Wettbewerb. Die Erwartungen sind hoch, nachdem das deutsche Team bereits so erfolgreich war. Die Stimmung im Team ist positiv und die Athleten sind motiviert, weitere Medaillen zu gewinnen.

Dominanz von matt weston – klare vorbereitung auf olympia

Der Olympiasieg von Matt Weston hatte sich bereits im Laufe der Saison abgezeichnet. Der Weltmeister reiste mit fünf Siegen in sieben Weltcup-Rennen (darunter im November in Cortina) nach Norditalien und unterstrich dort seine außergewöhnliche Form eindrucksvoll. Er hatte bereits einen komfortablen Vorsprung von drei Zehntelsekunden in den zweiten Wettkampftag mitgenommen.

Kontroverse disqualifikation des ukrainers heraskewytsch

Der Wettkampf wurde im Vorfeld von der Disqualifikation des Ukrainers Wladyslaw Heraskewytsch überschattet. Er hatte darauf bestanden, einen Helm mit Porträts von im Krieg von russischen Soldaten getöteten Sportlern aus seinem Heimatland zu tragen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) sah darin einen Verstoß gegen die Olympischen Charta und schloss ihn vom Wettkampf aus. Sein Antrag beim Internationalen Sportgerichtshof CAS wurde abgelehnt.

Ergebnisse im überblick

PlatzAthletNation
1Matt WestonGroßbritannien
2Axel JungkDeutschland
3Christopher GrotheerDeutschland
6Felix KeisingerDeutschland