Rieck hält traum von titelverteidigung am leben – dahman im torrausch!
Überraschend blieben die großen Favoriten beim VBL Grand Final in Gruppe 1 intakt, doch ein Top-Spieler musste für seine Ambitionen bereits nach der Gruppenphase die Segel streichen. Levy Finn Rieck, der amtierende deutsche Einzelmeister, konnte sich dank eines knappen Sieges gegen Yuval Blizovsky für seine zuvor erlittenen Niederlagen rehabilitieren und damit seine Hoffnungen auf die Titelverteidigung am Leben erhalten.
Dramatisches duell um den einzug in die zwischenrunde
Das Finale der Gruppenphase von Gruppe 1 war von dramatischer Spannung geprägt. Für Rieck und Blizovsky stand die alles entscheidende Frage im Raum: Wer gewinnt das direkte Duell und wer muss die Segel streichen? Beide Spieler hatten zuvor zwei Niederlagen hinnehmen müssen, sich dann aber mit einem Sieg in der dritten Partie zurück ins Rennen gebracht. Der Kampf um den Einzug in die Zwischenrunde war somit eröffnet.
In einem packenden Match entschied Rieck das Duell mit 5:3 für sich. Der Leipziger bewies Nervenstärke und setzte sich gegen den Israeli vom SC Paderborn durch. Blizovsky muss hingegen seine Träume von der deutschen Meisterschaft bereits begraben. Ein jähes Ende für den Vizeweltmeister von FC 24.
Riecks Weg zur Titelverteidigung ist noch nicht zu Ende, er muss sich am Donnerstag in der Zwischenrunde beweisen, um sich einen Platz unter den besten 16 zu sichern. Dort warten bereits schwere Gegner wie Leverkusens Marc Landwehr, Bochums Jamie Bartel und DFB-ePokalsieger Jannis Pütz.

'Nassada' dominiert – gümüs knapp dahinter
Während Rieck sich noch den Einzug in die nächste Runde erkämpfen muss, haben bereits einige Spieler das Achtelfinale der VBL Grand Final erreicht. Allen voran Nassim Dahman vom Freiburger Team, der mit drei Siegen in der Gruppenphase seinerzeit eine beeindruckende Leistung zeigte. Der im Volk als 'Nassada' bekannte Spieler demonstrierte einmal mehr seine offensive Stärke und erzielte in seinen vier Partien unglaubliche 39 Treffer. Rieck (3:14) und Allocca (3:10) wurden von ihm regelrecht überrollt.
Auch Arda Gümüs vom Heidenheimer eSport-Team war mit 38 Toren kaum weniger erfolgreich als Dahman. Sein deutlicher Sieg gegen St. Paulis Ben Ludwig mit 15:6 – die torreichste Begegnung der Gruppe 1 – unterstreicht die Dominanz der Offensivkräfte in dieser Gruppe.
Elversbergs Rick Mietzsch, Hannovers Riad Fazlija, Kaiserslauterns Ruben dos Santos Pereira und der Kieler Wildcard-Cup-Sieger Ermin Bukvic müssen hingegen ihre Hoffnungen auf den Titel begraben.
Am Mittwochabend werden in Gruppe 2 die letzten Achtelfinalisten und die restlichen Spieler für die Zwischenrunde ausgespielt. Mit Spannung erwartet man die Auftritte von Umut Gültekin (RBLZ Gaming), Berkay Demirci (FC St. Pauli) und Koray Kücükgünar (FC Bayern München).
Das VBL Grand Final wird 2026 deutlich erweitert. Statt der gewohnten Gruppen- und K.-o.-Phase über zwei oder drei Tage, erstreckt sich die Endrunde nun über anderthalb Wochen, mit dem Höhepunkt am 19. April in Hamburg. Die lange Dauer erlaubt es den Spielern, sich besser zu präsentieren und die Spannung bis zum Schluss hochzuhalten. Ein Zeichen dafür, dass eSport auch in Deutschland immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Die Bilanz der deutschen Einzelmeister der VBL liest sich wie ein Who's Who des deutschen eSports – und Levy Finn Rieck möchte seinen Namen gerne erneut in diese illustre Riege eintragen.
