Regionalliga west: winterpause wird verlängert – siegen drängt auf änderung

Chaos im Winter – und eine Erleichterung für die Vereine der Regionalliga West: Die kommende Saison 2026/27 wird eine längere Winterpause erleben. Ein Antrag der Sportfreunde Siegen, die unter den Folgen der häufigen Spielabsagen besonders gelitten haben, hat Gehör gefunden.

Neuanfang im februar: warum die west-staffel später startet

Neuanfang im februar: warum die west-staffel später startet

Die Entscheidung ist gefallen, auch wenn der Westfalen Daten und Fußball Verband (WDFV) den Rahmenterminkalender für die Saison 2026/27 noch nicht offiziell veröffentlicht hat. Wie die Sportfreunde Siegen bereits am Montagnachmittag bekanntgaben, wird die Frühjahrsrunde ab Mitte Februar (12. bis 14. Februar 2027) starten. Das bedeutet eine deutliche Verschiebung gegenüber der bisherigen Praxis, bei der die West-Staffel traditionell als erste der fünf Regionalligen aus dem Winterschlaf erwachte.

Die Sportfreunde Siegen waren in der vergangenen Saison besonders vom Winterwetter betroffen, mit insgesamt vier witterungsbedingten Absagen. Geschäftsführer Matthias Georg sprach von einem jährlichen „Winter-Chaos“, das nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich schädlich ist. „Spiele fallen aus, Einnahmen brechen weg und im Frühjahr müssen die Teams im Drei-Tage-Rhythmus ran. Das ist weder fair noch sinnvoll – und für die Fans extrem frustrierend“, so Georg.

Die Verlängerung der Winterpause soll nicht nur den Vereinen helfen, ihre Planungssicherheit zu erhöhen, sondern auch die Attraktivität des Wettbewerbs steigern. Denn auch die Fans leiden unter den kurzfristigen Spielabsagen und der ungewissen Terminplanung. Die Sportfreunde Siegen zeigen sich erleichtert, dass ihr Antrag von den Vereinen und dem Verband getragen wurde. Eine breite Mehrheit hat für die Änderung gestimmt, was die Notwendigkeit einer gemeinsamen Lösung unterstreicht.

Die Entscheidung ist ein deutliches Signal an den WDFV und andere Verbände: Die Auswirkungen des Klimawandels auf den Fußballbetrieb sind real und erfordern Anpassungen im Spielplan. Es bleibt abzuwarten, ob auch andere Regionalligen diesem Beispiel folgen und ihre Winterpausen verlängern werden.

Die Sportfreunde Siegen haben mit ihrem Engagement einen wichtigen Schritt für die Professionalisierung des Regionalliga-Fußballs getan. Sie haben gezeigt, dass es möglich ist, gemeinsam mit dem Verband Lösungen für die Herausforderungen des Klimawandels zu finden – zum Wohle aller Beteiligten. Und das ist mehr als nur ein sportlicher Erfolg.