Raimund verpasst olympia-medaille: prevc triumphiert im regen von predazzo
Enttäuschung für philipp raimund in predazzo
Predazzo, Italien – Die Hoffnungen auf eine weitere olympische Medaille sind für Philipp Raimund geplatzt. Der 25-jährige Deutsche musste sich bei den Olympischen Spielen in Predazzo mit dem neunten Rang auf der Großschanze begnügen. Trotz guter Sprünge von 131,0 und 136,0 Metern und einer Gesamtpunktzahl von 277,4 Punkten fehlten ihm rund acht Meter zum Podest. Fünf Tage nach seinem Sieg von der kleineren Schanze war das Treppchen in weiter Ferne.

Prevc sichert sich gold im dauerregen
Der slowenische Topfavorit Domen Prevc zeigte eine beeindruckende Leistung und sicherte sich die Goldmedaille. Mit Weiten von 138,5 und 141,5 Metern holte er sich seinen ersten Einzel-Titel bei Olympischen Spielen. Der Regen in Predazzo machte die Bedingungen alles andere als einfach, doch Prevc bewies seine Klasse und ließ den Konkurrenten keine Chance. Es war ein klarer Sieg für den Weltmeister.

Nikaido und tomasiak komplettieren das podest
Auf den Plätzen folgten der Japaner Ren Nikaido und der Pole Kacper Tomasiak. Beide zeigten starke Leistungen, konnten aber nicht mit der Dominanz von Domen Prevc mithalten. Die Konkurrenz war hoch, und jeder Sprung musste sitzen, um sich gegen die Weltspitze zu behaupten. Der Kampf um die Medaillen war bis zum Schluss spannend.
Schwaches abschneiden des deutschen teams
Neben Raimund konnten die weiteren deutschen Springer nicht überzeugen. Der zweimalige Olympiasieger Andreas Wellinger landete auf dem 15. Platz und empfahl sich damit zumindest als Partner von Raimund für das morgige Super Team. Pius Paschke (24.) und Felix Hoffmann (25.) blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück. Es war das schlechteste olympische Ergebnis des deutschen Teams seit 2006.
Historisch schlechtes ergebnis für den dsv
Das Ergebnis in Predazzo ist das schwächste, das das deutsche Team seit den Olympischen Spielen 2006 in Turin erzielen konnte. Damals belegte Michael Neumayer als bester DSV-Adler den elften Rang. Bereits im Probesprung hatte sich das schwache Abschneiden abgezeichnet, als Wellinger noch der beste deutsche Springer war. Das Team muss sich nun neu finden und für das Super Team am Montag eine bessere Leistung abrufen.
Letzte chance im super team
Für Philipp Raimund und das deutsche Team gibt es am Montag eine letzte Chance auf eine Medaille: Im Super Team gehen sie in drei Durchgängen an den Start. Jedes Team besteht aus zwei Springern, was taktische Überlegungen erforderlich macht. Die Hoffnung auf eine erfolgreiche Teamleistung ist groß, und die Springer werden alles geben, um das beste Ergebnis zu erzielen. Der einzige deutsche Olympiasieger von der Großschanze bleibt weiterhin Jens Weißflog (1994).
