Pyrotechnik-Einsatz in den Niederlanden: Fans verletzt, Verband überprüft Protokoll
Bei Ausschreitungen während eines Eredivisie-Spiels in den Niederlanden sind fünf unbeteiligte Fans verletzt worden. Die Vorfälle ereigneten sich beim Heimspiel von SC Cambuur-Leeuwarden gegen Feyenoord Rotterdam (2:5) am Sonntag.
Verletzte durch Pyrotechnik auf Familientribüne
Anhänger des Erstligisten SC Cambuur-Leeuwarden wurden von pyrotechnischen Gegenständen getroffen, die von Feyenoord-Fans aus dem Gästeblock auf die Familientribüne geworfen wurden. Ein Vereinssprecher bestätigte, dass die Verletzten Brandwunden, Gehörschäden und Augenverletzungen erlitten haben. Weitere Details zu den Betroffenen wurden nicht bekannt gegeben.
Schon in der 12. Spielminute war im Gästeblock umfangreiche Pyrotechnik gezündet worden, wobei Gegenstände in Richtung Gegengerade und Spielfeld flogen. Eine Fakel landete in unmittelbarer Nähe des deutschen Feyenoord-Torwarts Tjark Ernst, der jedoch rechtzeitig ausweichen konnte.

Spiel unterbrochen und Protokoll in Frage gestellt
Schiedsrichter Danny Makkelie unterbrach das Spiel fast eine halbe Stunde lang und schickte die Mannschaften in die Kabinen. Das Spiel wurde gemäß dem Protokoll des niederländischen Fußballverbands KNVB wieder aufgenommen. Makkelie äußerte sich besorgt: „So etwas habe ich noch nie mitgemacht.“
Das aktuelle Protokoll des KNVB sieht vor, dass ein Spiel abgebrochen wird, wenn Spieler, Offizielle oder Trainer von Pyrotechnik betroffen sind, jedoch nicht bei Zuschauern. KNVB-Manager Jan Bluyssen kündigte eine Überprüfung des Protokolls an. Der Verband betonte, dass Täter mit einem landesweiten Stadionverbot rechnen können und im Fußball unerwünscht sind.