Olympia-schock: malinin verspielt gold in dramatischer kür

Desaster in mailand: malinin stürzt ab

Ilia Malinin, der große Favorit im Eiskunstlauf, erlebte bei den Olympischen Spielen in Mailand eine bittere Enttäuschung. Seine Kür am Freitagabend endete in einem Fiasko, und der 21-jährige Weltmeister verlor die Goldmedaille auf dramatische Weise. Mehrfache Stürze und eine enttäuschende Leistung führten dazu, dass er als Achter mit 264,49 Punkten sogar eine Medaille verpasste. Die Enttäuschung war ihm ins Gesicht geschrieben, als er verzweifelt den Kopf schüttelte.

Schaidorow krönt sich zum olympiasieger

Schaidorow krönt sich zum olympiasieger

Der kasachische Vize-Weltmeister Michail Schaidorow nutzte die Schwäche des Favoriten und sicherte sich überraschend den Olympiasieg mit einer beeindruckenden Leistung von 291,58 Punkten. Er hatte nach dem Kurzprogramm noch auf dem fünften Platz gelegen. Silber ging an den Japaner Yuma Kagiyama (280,06), gefolgt von seinem Landsmann Shun Sato (274,90), der sich die Bronzemedaille sicherte.

Der vierfach-axel – ein verpatzter versuch

Malinin, der als „Vierfach-Gott“ gefeiert wurde und zuvor im Teamwettbewerb Gold gewonnen hatte, war als klarer Führender in die Kür gegangen. Er versuchte sogar den legendären Vierfach-Axel, den er als erster Eiskunstläufer in einem Wettbewerb erfolgreich gemeistert hatte. Dieser Versuch misslang jedoch, und markierte den Beginn einer komplett missratenen Vorstellung. Am Ende reichte es nur zu Platz 15 in der Kür.

Katarina witt: „das habe ich nicht erwartet“

Die deutsche Eiskunstlauf-Ikone Katarina Witt zeigte sich in der ARD schockiert: „Das habe ich nicht erwartet. Ein Favoritensterben. Dass er jetzt so auseinanderfällt, das hätte keiner geglaubt. Das zeigt, er ist nur ein Mensch.“ Sie betonte, dass der immense Druck bei Olympischen Spielen zu solchen Leistungen führen kann. Die Gesetze des Sports sind unerbittlich.

Emotionale momente mit maxim naumov

Für bewegende Momente sorgte Maxim Naumov aus den USA. Er widmete seine Kür, wie bereits nach dem Kurzprogramm, seinen vor knapp einem Jahr verstorbenen Eltern. Jewgenia Schischkowa und Vadim Naumov, Paarlauf-Weltmeister von 1994, kamen bei einem Flugzeugunglück nahe Washington D.C. ums Leben. Naumov belegte am Ende den 20. Platz (222,25).

Deutschland ohne medaille im herren-einzel

Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) war im Herren-Einzel nicht vertreten. Die Hoffnungen ruhen nun auf Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin im Paarlauf. Im Eistanzen hatten Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan bereits am Montag den letzten Platz im Rhythmustanz belegt und die Kür verpasst.

Ergebnisse im überblick

PlatzAthletNationPunkte
1Michail SchaidorowKasachstan291,58
2Yuma KagiyamaJapan280,06
3Shun SatoJapan274,90
8Ilia MalininUSA264,49