Olympia-ausschluss für skeleton-fahrer heraskevych – helm-streit eskaliert

Drama in cortina d'ampezzo: ukrainischer skeleton-athlet ausgeschlossen

Ein Skandal überschattet die Olympischen Winterspiele in Cortina d'Ampezzo. Der ukrainische Skeleton-Fahrer Vladislav Heraskevych wurde aufgrund eines Streits um seinen Helm vom Wettbewerb ausgeschlossen. Die Entscheidung des Weltverbands IBSF, unterstützt vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC), sorgt für Entrüstung und wird nun vor dem Court of Arbitration for Sport (CAS) angefochten.

Der umstrittene helm: eine gedenkstätte für gefallene sportler

Der umstrittene helm: eine gedenkstätte für gefallene sportler

Im Zentrum des Konflikts steht Heraskevychs Helm, der mit Bildern von ukrainischen Sportlern verziert ist, die im Krieg gegen Russland ums Leben gekommen sind. Das IOC begründete den Ausschluss mit einem Verstoß gegen das Neutralitätsgebot der Olympischen Charta, das politische Botschaften während der Wettkämpfe untersagt. Heraskevych sah darin jedoch eine Hommage an seine gefallenen Kollegen und eine Erinnerung an die Opfer des Krieges.

Angebot des ioc: trauerflor als kompromiss – heraskevych lehnt ab

Das IOC bot Heraskevych als Kompromiss an, stattdessen einen Trauerflor am Arm zu tragen. Dieser Vorschlag wurde vom Athleten jedoch entschieden abgelehnt. Kurz vor der Entscheidung hatte Heraskevych auf Instagram eine Entschuldigung und ein Einlenken des IOC gefordert. Auch ein direktes Gespräch mit IOC-Präsidentin Kirsty Coventry führte zu keinem Kompromiss.

Ibsf-präsident bestätigt: „so ist das reglement“

Ivo Ferriani, Präsident des IBSF, bestätigte den Ausschluss von Heraskevych und betonte, dass die Entscheidung auf dem Regelwerk basiert: „Er startet nicht, so ist das Reglement.“ Heraskevych war bereits in mehreren Trainingsläufen mit dem umstrittenen Helm angetreten. Die Bilder der gefallenen Athleten auf seinem Helm hatten große Aufmerksamkeit erregt.

Die ukrainische perspektive: eine gedenkstätte als teil der olympischen familie

Heraskevych argumentierte, dass die auf seinem Helm abgebildeten Sportler zur olympischen Familie gehören, darunter auch Medaillengewinner der Olympischen Jugendspiele. Er betonte, dass der Helm eine Ehrung darstelle und keine politische Botschaft im eigentlichen Sinne sei. Das IOC wies diese Argumentation jedoch zurück und verwies auf die vereinbarten Regeln mit der Athletengemeinschaft.

Nächster schritt: gang zum cas

Heraskevych hat bereits angekündigt, gegen den Ausschluss vor dem CAS vorzugehen. Im Interview mit dem ZDF erklärte er, dass ein entsprechendes Gesuch vorbereitet werde: „Wir werden einen Fall für den CAS vorbereiten.“ Er hatte zuvor eingeräumt, dass eine Medaille im Vergleich zum Verlust von Menschenleben und der Erinnerung an die gefallenen Athleten keine Bedeutung habe. Er erhielt Zuspruch vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und anderen Mitgliedern der ukrainischen Olympia-Delegation.

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