Olympia mailand cortina 2026: was steckt wirklich hinter den medaillen?

Olympia mailand cortina 2026: was steckt wirklich hinter den medaillen?

Die Olympischen Spiele Mailand und Cortina d’Ampezzo 2026 stehen vor der Tür, und mit ihnen die begehrten Medaillen. Doch sind diese wirklich aus purem Gold? Und was ist der tatsächliche Wert dieser Symbole des sportlichen Triumphes? Wir werfen einen Blick hinter die glänzende Fassade und klären die wichtigsten Fragen.

Sind die goldmedaillen aus echtem gold?

Entgegen der landläufigen Meinung bestehen die Goldmedaillen bei Olympia nicht vollständig aus Gold. Laut den Vorgaben des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) müssen sie mindestens zu 92,5% aus Silber bestehen und mindestens sechs Gramm Gold enthalten. Das Gesamtgewicht einer Goldmedaille beträgt stolze 506 Gramm. Dies dient dazu, die Kosten zu kontrollieren und sicherzustellen, dass die Medaillen für eine breitere Teilnahme zugänglich sind.

Die wertigkeit der verschiedenen medaillen

Die wertigkeit der verschiedenen medaillen

Während Goldmedaillen den höchsten Stellenwert haben, bestehen auch die anderen Medaillen aus unterschiedlichen Materialien. Silbermedaillen sind aus reinem Silber gefertigt, während Bronzemedaillen aus einer Legierung aus 95% Kupfer und 5% Zink, also aus rotem Messing, hergestellt werden. Somit enthalten Bronzemedaillen kein Edelmetall im eigentlichen Sinne.

Der finanzielle wert der medaillen

Der finanzielle wert der medaillen

Der Materialwert einer Goldmedaille von Mailand und Cortina d’Ampezzo 2026 beläuft sich auf etwa 2085 Euro. Dieser Wert bezieht sich ausschließlich auf die Metalle selbst. Der ideelle Wert einer olympischen Medaille ist natürlich unendlich viel höher und repräsentiert jahrelange harte Arbeit und Opferbereitschaft. Im Vergleich dazu war eine Goldmedaille bei den Sommerspielen 2024 in Paris mit „nur“ 730 Euro bewertet.

Ein blick zurück: goldmedaillen aus reinem gold

Lediglich bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm wurden die Goldmedaillen vollständig aus Gold gefertigt. Eine Silbermedaille besteht derweil aus 500 Gramm Feinsilber und wird mit einem Wert von etwa 1180 Euro beziffert. Eine Bronzemedaille ist hingegen deutlich günstiger: Mit einem Materialwert von circa 4,20 Euro, da sie aus 420 Gramm Kupfer besteht.

Probleme mit der haltbarkeit: warum brechen medaillen?

Bei den aktuellen Olympischen Spielen kam es zu Berichten, dass Medaillen beim Tragen auseinanderfallen können. Athleten wie Breezy Johnson, Justus Strelow und Johannes Lamparter erlebten, dass sich das Band von der Medaille löste, was zu Beschädigungen führen konnte. „Ich bin mit meiner Medaille um den Hals gesprungen und dann ist sie auseinandergefallen. Sie ist nicht komplett kaputt, aber zumindest etwas beschädigt“, berichtete Johnson.

Die lösung des problems: reparaturen und austausch

Die staatliche Sicherheitsdruckerei und Münzprägeanstalt Italiens (IPZS) ist für die Herstellung der Medaillen verantwortlich. Nach den ersten Vorfällen hat das IPZS gemeinsam mit dem IOC eine Lösung gefunden. Eine Reparaturmaßnahme wurde eingeleitet, sodass Athleten, die beschädigte Medaillen erhalten haben, diese über die entsprechenden Kanäle zurückgeben und repariert bekommen können.

Eine alte tradition: auf gold beißen

Früher war es üblich, auf Goldmedaillen zu beißen, um die Echtheit des Metalls zu prüfen. Bissspuren auf dem Gold wiesen auf echtes Gold hin, da dieses weicher ist als Fälschungen. Heutzutage wird diese Tradition oft für Fotos inszeniert, um die Freude und den Stolz des Athleten zu zeigen.