Olympia livigno: dramatisches aus für deutsche snowboardcross-hoffnungen – hämmerle triumphiert erneut

Bitteres drama im viertelfinale

Livigno/Italien – Ein Schockmoment im Snowboardcross-Wettbewerb der Olympischen Spiele in Livigno: Die deutschen Top-Athleten Leon Ulbricht und Martin Nörl schieden im Viertelfinale durch einen unglücklichen Zusammenstoß aus. Damit setzt sich das bittere Olympia-Drama für den deutschen Snowboard-Sport fort, und die Medaillenhoffnungen schwinden zusehends. Bereits 2022 in Peking erlebte der Deutsche Snowboard Bund eine ähnliche Enttäuschung.

Hämmerle wiederholt peking-sieg

Hämmerle wiederholt peking-sieg

Den Sieg sicherte sich wie schon vor vier Jahren der Österreicher Alessandro Hämmerle. In einem packenden Finale setzte er sich erneut gegen den Kanadier Eliot Grondin durch, der mit Silber belohnt wurde. Bronze ging an den österreichischen Ex-Weltmeister Jakob Dusek. Es war ein Rennen, das vor allem für die deutschen Athleten einen bitteren Beigeschmack hatte.

Der fatale zusammenstoß

Der fatale zusammenstoß

Im Viertelfinale lag Martin Nörl, der zweimalige Gesamtweltcupsieger, zunächst in Führung. Bei dem Versuch, den Anschluss zu halten, kam es zu einer Berührung mit dem US-Amerikaner Nick Baumgartner. Nörl verlor die Kontrolle, riss Leon Ulbricht mit in den Sturz und beide landeten im Fangnetz. “Das ist schon ein bisschen bitter”, äußerte sich ein sichtlich enttäuschter Ulbricht im ZDF.

Nörl kritisiert fehlende videoanalyse

Martin Nörl zeigte sich verwundert darüber, dass die Jury den Vorfall nicht per Video überprüft hatte. Er betonte, dass sein Sturz auf den Kontakt zurückzuführen sei. Trotzdem zeigte er sich kämpferisch: “Wir gehörten sicher nicht zu den Favoriten, aber wir hatten gutes Material und waren wahnsinnig schnell.” Nörl beendete das Viertelfinale als chancenloser Dritter, während Ulbricht das Rennen aufgab.

Frühes aus für die weiteren deutschen starter

Bereits im Achtelfinale hatten die deutschen Snowboarder Niels Conradt und Julius Reichle das Rennen beenden müssen. Beide belegten in ihren jeweiligen Läufen den vierten Platz und verpassten somit den Einzug ins Viertelfinale. Damit ist das deutsche Team frühzeitig ausgeschieden und die Medaillenhoffnungen sind zerplatzt. Eine bittere Pille für den gesamten Verband.

Ein rückblick auf die bisherige performance

Die deutschen Snowboardcrosser hatten sich viel von den Olympischen Spielen in Livigno versprochen. Trotz guter Vorbereitung und starker Leistungen in der Saison kam es zu einem unglücklichen Verlauf der Rennen. Die Kollision im Viertelfinale war der entscheidende Moment, der die Medaillenhoffnungen zunichte machte. Es bleibt zu hoffen, dass das Team aus dieser Erfahrung lernt und gestärkt aus den Spielen hervorgeht.

Zusammenfassung der ergebnisse

PlatzAthletNation
GoldAlessandro HämmerleÖsterreich
SilberEliot GrondinKanada
BronzeJakob DusekÖsterreich