Odermatt verpasst gold in der abfahrt – ferstls analyse der entscheidenden momente

Enttäuschung für odermatt: abfahrts-gold entgleitet

Marco Odermatt hat bei den Olympischen Spielen in Mailand Cortina 2026 die erhoffte Goldmedaille in der Abfahrt verpasst. Der Schweizer Routinier landete trotz einer scheinbar soliden Fahrt lediglich auf dem enttäuschenden vierten Platz. Eurosport-Experte Josef Ferstl analysierte den Lauf des 28-Jährigen und identifizierte eine Schlüsselstelle, die den entscheidenden Unterschied ausmachte.

Odermatt selbst rätselt über den rückstand

Odermatt selbst rätselt über den rückstand

"Mir fällt gerade keine Passage ein, wo ich die Zeit liegengelassen habe", kommentierte Odermatt nach der Abfahrt im Interview mit Eurosport. "Mein Gefühl war gut, ich bin jeden Abschnitt so gefahren, wie ich es mir vorgenommen hatte. Das war am Ende aber wohl nicht der beste Plan." Diese Einschätzung spiegelt das Gefühl vieler Zuschauer wider, die eine fast fehlerfreie Fahrt sahen. Doch Franjo von Allmen, ebenfalls aus der Schweiz, war um sieben Zehntelsekunden schneller.

Ferstls analyse: die kleinen dinge machen den unterschied

Ferstls analyse: die kleinen dinge machen den unterschied

"Wenn man bei Odermatt genau hinschaut, waren es die Kleinigkeiten, die bei ihm den Unterschied ausgemacht haben", so Josef Ferstl. Obwohl Odermatt im oberen Teil der Strecke versuchte, kompakt zu bleiben, konnte er minimale Fehler nicht vermeiden. Diese führten zu Geschwindigkeitsverlusten. "Das sind kleinste Analysen", erklärte der Experte.

Der knackpunkt: die traverse

Ein Blick auf die Zwischenzeiten zeigt, dass Odermatt in keinem Abschnitt zu den drei schnellsten Läufern zählte. In einer Bodenwelle wurde er kurz nach der ersten Zwischenzeit nach hinten gedrückt, was ihn daran hinderte, die Kante vollständig zu ziehen. "Dadurch ist er am Ende nicht so schnell wie Franjo von Allmen", so Ferstl. Besonders kritisch war die Passage in der Traverse.

Vergleich mit von allmen: aggressivere linie

"In der Einfahrt musste Odermatt viel korrigieren, so drückte es ihn tief nach unten. Er muss also bergauf ziehen, damit er das nächste Tor erwischt. Da verliert er Tempo und Zeit", analysierte Ferstl. Von Allmen hingegen fuhr eine höhere und direktere Linie, wodurch er aggressiver in den darauffolgenden Steilhang abbiegen konnte. Odermatt musste nachjustieren und die Kurve enger nehmen. “Das sind die Hundertstel, die er sucht. Das summiert sich über die gesamte Strecke.”

Zahlen sprechen für sich: 0,32 sekunden verlust

Konkret verlor Odermatt in der Traverse und im Steilhang 0,32 Sekunden. Dieser Rückstand baute sich in den flacheren Passagen weiter aus. "Das sind diese Kleinigkeiten, aufgrund derer es am Ende nur für den vierten Platz gereicht hat. Obwohl du als Rennfahrer das Gefühl hattest, dass es eine super Fahrt war", so Ferstl. Die nächste Chance auf Gold hat Odermatt am kommenden Mittwoch im Super-G.

Weitere highlights der olympia-abfahrt

  • Italiens Speed-Helden feiern ein Doppelpack.
  • Franjo von Allmen scherzt: "Goldmedaille schon im Bunker".
  • Österreichische Frustration nach erneuter Abfahrts-Pleite.

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