Norwegische biathleten kehren nach lavazè zurück – trauer und wettkampf vor olympia

Schmerzhafte rückkehr nach lavazè

Die norwegische Biathlon-Mannschaft ist bewusst an den Ort zurückgekehrt, an dem ihr Teamkollege Sivert Guttorm Bakken am 23. Dezember verstorben war. Die Rückkehr nach Lavazè, Italien, soll der Mannschaft helfen, mit der Trauer umzugehen und sich gleichzeitig auf die bevorstehenden Olympischen Winterspiele vorzubereiten. Der Schmerz sitzt tief, doch die Sportler wollen den Anforderungen gerecht werden und Siverts Andenken ehren.

Der tag des schocks

Der tag des schocks

Johannes Dale-Skjevdal erinnert sich lebhaft an den Morgen, an dem er die schreckliche Nachricht vom Tod seines Freundes erhielt. Der Schock war groß, und der Wunsch, sich sofort mit seinen Liebsten auszutauschen, überwältigend. Seitdem sind fast sieben Wochen vergangen, doch die Erinnerung an Sivert Guttorm Bakken ist allgegenwärtig. Die Mannschaft hat sich entschieden, sich der Situation zu stellen und gemeinsam den Weg zu gehen.

Bewusste konfrontation mit der trauer

Um die Trauer zu verarbeiten, hat sich das Team für eine bewusste Konfrontation entschieden. Für den letzten Feinschliff vor dem Höhepunkt der Saison in Antholz kehrten sie in die Unterkunft in Lavazèzurück, in der Bakken verstorben war. "Es ist sehr klug, so vorzugehen, damit man sich der Situation stellt und etwas Kontrolle übernimmt", erklärt Dale-Skjevdal. "Ich denke, das war für uns alle sehr wichtig."

Psychologische unterstützung im team

Wie bereits beim Weltcup in Oberhof im Januar, arbeiten die Norweger auch in Lavazè mit einem Psychologen zusammen. Neben Gruppensitzungen gab es den Wunsch einiger Athleten, das Zimmer zu betreten, in dem sich Bakken aufgehalten hatte. Dies ist jedoch aufgrund der andauernden Ermittlungen zur Todesursache derzeit nicht möglich. Die Aufklärung der Todesumstände hat höchste Priorität.

„Er hätte gewollt, dass wir weitermachen“

Dale-Skjevdal denkt oft an seinen verstorbenen Teamkollegen zurück. Sie waren viele Jahre lang befreundet und er hatte die Ehre, ihn auf seiner Hochzeit zu haben. Bakkenwird als aufrichtiger und engagierter Mensch beschrieben. Trotz des schweren Verlustes ist Dale-Skjevdal überzeugt, dass das Team sportlich bereit ist. "Egal wie schwer es war, jeder wusste, dass Sivert wirklich gewollt hätte, dass wir weitermachen.".

Olympische vorbereitung unter besonderen umständen

Die Mannschaft fühlt sich gut auf die Olympischen Spiele vorbereitet, auch wenn diese unter besonderen Umständen stattfinden. Die Vorbereitung war intensiv, und das Team hat alles getan, um in Bestform zu sein. Trotz der Trauer und des Schmerzes wollen die norwegischen Biathleten bei den Spielen eine gute Leistung abliefern und Sivert Guttorm Bakken würdig vertreten. Die Spiele werden zweifellos eine emotionale Herausforderung sein.