Msv duisburg: jubel nach osnabrück-sieg – aber casar-sperre ärgert hirsch!
Duisburg feiert! Der MSV Duisburg hat am Dienstagabend den Tabellenführer VfL Osnabrück mit 1:0 bezwungen und damit ein wichtiges Signal im Abstiegskampf der 3. Liga gesendet. Ein Sieg, der vor allem Coach Dietmar Hirsch ein breites Grinsen ins Gesicht zauberte – zumindest bis die Entscheidung des DFB-Sportgerichts über Aljaz Casar ihn erreichte.
Die rückkehr des "heim“-gesichts
Die Zebras präsentierten sich vor heimischer Kulisse von ihrer besten Seite. Nach der enttäuschenden Derby-Niederlage in Essen zeigte das Team eine beeindruckende Energie und Spielfreude. Hirsch' Personalrochade, mit sechs Wechseln im Vergleich zum letzten Spiel, zahlte sich sichtlich aus. Seine Mannschaft präsentierte sich hungrig und entschlossen, die Gäste früh unter Druck zu setzen.
Fußballerische Glanzleistungen blieben zwar aus, doch in einer Liga, in der Ergebnisse zählen, war der Sieg des MSV mehr als nur Gold wert. Die Grundtugenden – Leidenschaft, Kampfgeist und Zusammenhalt – waren es, die am Ende den Unterschied machten. "In der ersten Halbzeit hatten wir viel Energie, viel Power, viel Spielfreude. Wir sind sehr fleißig vorne angelaufen, haben mutig verteidigt“, lobte Hirsch seine Mannschaft nach dem Spiel.

Hirsch' "dna“ und die reaktion von osnabrück
Der 54-Jährige scheint die richtige Formel für sein Team gefunden zu haben. Mit seiner flexiblen Rotationsmaschine hat er den Kader optimal eingestellt. Die Spieler, die von der Bank kamen, brachten frische Beine und neue Energie ins Spiel. "Wir wussten, dass wir irgendwann frische Beine brauchen und wir haben viel Qualität und frische Beine auf der Bank“, erklärte Hirsch. Es geht nicht darum, wie oft gewechselt wird, sondern darum, dass jeder Spieler bereit ist, seine Rolle zu erfüllen – das ist die "DNA“ des MSV Duisburg.
Die Osnabrücker, die in der Regel für ihr attraktives Spiel bekannt sind, wirkten an diesem Abend überraschend blass. Die Meidericher hielten die Niedersachsen weitgehend vom eigenen Tor fern und demonstrierten eine beeindruckende Defensivarbeit. Torjäger Krüger, der das entscheidende Tor erzielte, beschrieb die Mannschaftsstimmung treffend mit dem Begriff "Scheißegal-Mentalität“ – ein Ausdruck von unbändigem Willen und Siegeshunger.

Casar-sperre: eine bittere pille für hirsch
Doch der Jubel über den Sieg währte nicht lange. Die Nachricht über die dreisprachige Sperre für Aljaz Casar aufgrund seiner Tätlichkeit im Derby schlug ein wie eine Bombe. Hirsch kann seinen Unmut kaum verbergen und zieht einen Vergleich mit der schwerwiegenden Verletzung von Jakob Bookjans: "Könnt ihr euch an die Verletzung von Jakob Bookjans erinnern? Da kriegt ein Spieler vier Spiele Sperre und mein Spieler ist über ein Jahr raus!" Er bemängelt die Unverhältnismäßigkeit der Strafe und findet deutliche Worte: "Aljaz geht mal leicht an einem Spieler vorbei. wo ich sage: Wenn man ein richtiger Mann ist, muss man da nicht einmal umfallen. Die Verhältnismäßigkeit finde ich nicht richtig.“
Die Sperre für Casar wird dem MSV Duisburg vor den nächsten Herausforderungen vor eine große Aufgabe stellen. Hirsch muss nun kreative Lösungen finden, um den Ausfall des wichtigen Mittelfeldspielers zu kompensieren. Die Mannschaft muss sich beweisen und zeigen, dass sie auch ohne Casar zu Höchstleistungen fähig ist. Der Sieg gegen Osnabrück war ein wichtiger Schritt, doch der Kampf um den Klassenerhalt ist noch lange nicht entschieden.
