Mathias gidsel: vom welthandballer zum mental-experten – einblicke aus dem 'gidsel circle'
- Der aufstieg von mathias gidsel
- Em-rückblick: mehr als nur körperliche stärke
- Das tabu brechen: mentales training im handball
- Der wendepunkt: warum gidsel auf mentaltraining setzt
- Der druck des erfolgs und die em als beispiel
- Niederlagen verarbeiten: eine herausforderung für gidsel
- Die innere stimme: selbstvertrauen zurückgewinnen
- Fazit: mentale stärke als schlüssel zum erfolg
Der aufstieg von mathias gidsel
Mathias Gidsel, der zweifache Welthandballer, begeistert nicht nur mit seiner Spielweise, sondern auch mit seinem eigenen Newsletter, dem "Gidsel Circle". In der aktuellen Februarausgabe blickt er offen auf die Europameisterschaft zurück und gewährt Einblicke in seine Einstellung zum mentalen Training. Seine Geschichte zeigt, wie wichtig die mentale Stärke im modernen Handball geworden ist.

Em-rückblick: mehr als nur körperliche stärke
Dänemark feierte kürzlich den EM-Titel – den ersten seit 2012. Doch der Weg zum Gold war alles andere als einfach. Nach souveränen Siegen gegen Nordmazedonien und Rumänien gab es eine überraschende Niederlage gegen Portugal. Dieser Rückschlag erhöhte den Druck in der starken Hauptrundengruppe mit Frankreich, Norwegen, Deutschland und Spanien. Besonders die Heimkulisse in Herning verstärkte die Nervosität.

Das tabu brechen: mentales training im handball
"Mentales Training war lange ein Tabu im Handball. Etwas, das als Schwäche galt und nicht offen besprochen wurde", schreibt Gidsel in seinem Newsletter. Bis 2021 hatte er selbst keine Bedeutung darauf gelegt. "Ich habe immer hart trainiert und war körperlich gut vorbereitet. Das war mein Fundament, meine Sicherheit." Doch irgendwann reichte das körperliche Training nicht mehr aus.
Der wendepunkt: warum gidsel auf mentaltraining setzt
Gidsel erkannte, dass mentale Stärke genauso wichtig ist wie körperliche Fitness. "Ich glaube, dass mentales Training wichtig ist – im Handball und im Leben. Deshalb möchte ich offen darüber sprechen." Es gehe nicht nur um die Vorbereitung auf Spiele, sondern auch darum, wie man mit schwierigen Situationen während des Spiels umgeht. "Dieser Teil des Sports nimmt mehr Raum ein, als man denkt, wird aber selten angesprochen.", so der Welthandballer.
Der druck des erfolgs und die em als beispiel
Mit steigendem Erfolg wuchsen auch der Druck und die Erwartungen. Dies spürte Gidsel auch bei der EM. "Irgendwann reicht es nicht mehr, schnell, stark und gut vorbereitet zu sein. Man muss auch mit allem umgehen können, was dazugehört, auf diesem Niveau zu spielen." Die EM sei ein gutes Beispiel dafür gewesen.
Niederlagen verarbeiten: eine herausforderung für gidsel
Gidsel spricht auch über die Schwierigkeit, Niederlagen zu akzeptieren. Er erinnert sich an das Spiel gegen Frankreich und das verlorene Champions-League-Finale 2025 gegen Magdeburg. "Verlieren gehört zum Sport, aber Enttäuschung ist immer noch etwas, womit ich schwer umgehen kann." Gerade in schwierigen Phasen, wie gegen Frankreich, drohten negative Gedanken die Oberhand zu gewinnen.
Die innere stimme: selbstvertrauen zurückgewinnen
In der ersten Halbzeit gegen Frankreich verlor Gidsel zeitweise den Glauben an sich selbst. "Ich sagte mir selbst, ich müsse aufhören zu analysieren und anfangen zu handeln. Nicht vorausdenken, sondern spielen." Schritt für Schritt kehrte die Ruhe und das Selbstvertrauen zurück. „Das ist immer noch Handball. Das ist das Spiel, das ich liebe.“ Diese Erinnerung hilft ihm, auch in schwierigen Momenten fokussiert zu bleiben.
Fazit: mentale stärke als schlüssel zum erfolg
Mathias Gidsel zeigt, dass mentale Stärke im modernen Handball eine entscheidende Rolle spielt. Sein offener Umgang mit dem Thema und seine Einblicke in seine mentalen Strategien sind ein wertvoller Beitrag für alle Sportler und Interessierten. Der "Gidsel Circle" bietet eine Plattform für den Austausch und die Förderung des mentalen Trainings im Handball.
