Maria verliert hartes duell in linz – formkrise hält an

Linz – Ein bitterer Rückschlag für Tatjana Maria: Die frühere Wimbledon-Halbfinalistin ist beim WTA-Turnier in Linz in der ersten Runde ausgeschieden. Nach großem Kampf unterlag sie der US-Amerikanerin Sloane Stephens mit 6:1, 6:7 (5:7), 4:6.

Kampfgeist allein reicht nicht

Maria, die mit der Nummer 38 der Welt in Linz antrat, erwischte einen furiosen Start und sicherte sich den ersten Satz glatt mit 6:1. Doch Stephens, die dank Wildcard überhaupt erst am Turnier teilnehmen durfte, zeigte im weiteren Verlauf eine beeindruckende Aufholjagd. Die ehemalige US-Open-Siegerin steigerte ihr Spiel kontinuierlich und nutzte Marias leichte Nervosität im entscheidenden Moment aus. Der zweite Satz wurde erst im Tiebreak entschieden, den Stephens mit 7:5 für sich entscheiden konnte. Dort hatte Maria durchaus die Möglichkeit, die Partie zu drehen, doch Stephens demonstrierte eisene Nerven und verwandelte ihren vierten Matchball.

Im dritten Satz entwickelte sich ein wahres Breakfestival. Stephens ging früh mit zwei Breaks in Führung, Maria wehrte sich zwar verbissen, doch die US-Amerikanerin behielt die Kontrolle und sicherte sich den Sieg nach 2 Stunden und 44 Minuten. Die Partie, die von zahlreichen sehenswerten Ballwechseln geprägt war, endete mit dem fünften Matchball von Stephens.

Die Suche geht weiter Maria befindet sich weiterhin in der Suche nach ihrer Form. Nach dem Wimbledon-Halbfinale im vergangenen Jahr, einem Höhepunkt ihrer Karriere, kämpft die 38-Jährige mit Leistungsschwankungen. Der erneute frühe Aus in Linz wirft einen weiteren Schatten auf ihre aktuelle Saison.

Korpatsch feiert erfolg im qualifikationsbereich

Korpatsch feiert erfolg im qualifikationsbereich

Etwas positiver für das deutsche Team: Tamara Korpatsch hat sich erfolgreich durch die Qualifikation gespielt und steht damit ebenfalls im Hauptfeld des Turniers. Die Hamburgerin setzte sich gegen Maria Timofeeva durch und trifft nun am Dienstag auf die favorisierte Rumänin Jaqueline Cristian. Ob sie dort ähnlich überzeugend auftritt wie in der Qualifikation, bleibt abzuwarten.

Die Niederlage von Maria unterstreicht die Herausforderungen, denen deutsche Tennisspielerinnen aktuell gegenüberstehen. Während andere Nationen Erfolge feiern, bleibt die Suche nach Konstanz und internationalen Durchbrüchen weiterhin ein Ziel.