Maria tobt über entscheidung im queen's club: "das ist schwer zu akzeptieren"
London – Tatjana Maria, die Überraschungssiegerin des vergangenen Jahres im Queen’s Club, hat scharfe Kritik an den Veranstaltern geäußert. Die Deutsche, die sich über die Qualifikation kämpfen musste, nachdem ihr keine Wildcard für das Hauptfeld gewährt wurde, spricht Klartext und hinterfragt den Umgang mit Titelverteidigerinnen.
Ein bitteres comeback für die queen von 2025
Nur ein Jahr nach ihrem sensationellen Triumph, bei dem sie Spielerinnen wie Elena Rybakina und Madison Keys ausschaltete, musste Maria erneut den Umweg über die Qualifikation nehmen. Die Organisatoren des Turniers hatten beschlossen, alle vier verfügbaren Wildcards an britische Spielerinnen zu vergeben – eine Entscheidung, die Maria offenkundig stutzig macht. "Ich war mir ziemlich sicher, dass ich eine Wildcard bekomme, nachdem ich das Turnier im Vorjahr gewonnen habe“, erklärte die 38-Jährige in einem Interview.
Es ist ja nicht so, dass es fünf Jahre her ist“, betonte Maria, deren Weltranglistenposition von 52 diese Enttäuschung noch verstärkt. Die gebotene Wertschätzung für eine Titelverteidigerin scheint in diesem Fall auf der Strecke geblieben zu sein. Der Fokus der Veranstalter auf die Förderung britischer Spielerinnen ist nachvollziehbar, doch das Ausbleiben einer Wildcard für die amtierende Championess wirkt angesichts ihrer Leistungen des Vorjahres wenig angemessen.

Respekt für frühere siegerinnen: ein anspruch
Maria sprach sich zudem für eine generell respektvollere Behandlung früherer Turniersiegerinnen aus. "Man muss Spieler generell respektieren. Wenn man ein Turnier gewonnen hat und im Jahr darauf nicht direkt im Hauptfeld steht, sollte das automatisch berücksichtigt werden. Das ist eine Frage des Respekts.“ Ihre Worte treffen einen wunden Punkt: Sportveranstaltungen sollten nicht nur auf die Förderung junger Talente ausgerichtet sein, sondern auch die Leistungen und die Tradition ehren.
Maria trifft in der ersten Runde des Hauptfelds auf die Griechin Maria Sakkari. Sollte sie diese Hürde überwinden, könnte im Achtelfinale ein Duell mit der Topgesetzten Elena Rybakina warten – die Gegnerin, die Maria im Vorjahr auf dem Weg zum Titel bereits bezwingen konnte. Ob sie sich erneut beweisen kann, wird zeigen, ob die Enttäuschung über die verpasste Wildcard ihre Leistung beeinträchtigt. Doch eines ist klar: Tatjana Maria wird sich nicht ohne Kampf geschlagen geben.
