Leicester city: vom premier-league-champion in die drittklassigkeit!
Ein Schock für den englischen Fußball: Leicester City, einst Sensation, stürzt ab. Nach Jahren des Erfolgs und der Freude ist der Abstieg in die League One besiegelt – ein Fall, der die Fans fassungslos zurücklässt und die Frage aufwirft, wie so ein dramatischer Niedergang überhaupt möglich war.
Die bittere realität: leicester city in der league one
Die Entscheidung ist offiziell: Leicester City wird in der kommenden Saison in der League One spielen. Das 2:2 gegen Hull City war der Sargnagel für die Hoffnungen auf Rettung. Sieben Punkte Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze sind eine unüberwindbare Hürde. Dieser Absturz ist umso schmerzlicher, da der Verein erst in der Vorsaison aus der Premier League abgestiegen war und eigentlich ein schnelles Comeback anstrebte. Stattdessen setzt sich eine Negativspirale fort, die den Verein in den Abgrund zu ziehen scheint.
Die britische Presse ist schockiert. Die Guardian bezeichnet den Fall als „eine sportliche Katastrophe“ und einen der „spektakulärsten Abstürze in der jüngeren Geschichte“. The Sun stellte fest: „Die Foxes sind erst die fünfte Mannschaft in der Ära der Premier League, die zweimal hintereinander aus der höchsten Spielklasse in die dritte Liga abgestiegen ist.“ Die Dimension des Debakels wird so deutlich.
Die Stimmung im King Power Stadium ist verheerend. talkSPORT berichtete von „Fans, die den Rücktritt des Vorstands fordern, obszönen Sprechchören gegen die Spieler und einer vergifteten Atmosphäre.“ Der Druck auf die Verantwortlichen und die Mannschaft ist immens.

Von der sensation zum abstieg: eine dekade des wandels
Viele verbinden Leicester City vor allem mit positiven Schlagzeilen. Der Gewinn der Meisterschaft im Jahr 2016 gilt als eine der größten Sensationen in der Geschichte des englischen Fußballs – eine Quote von 5000:1 machte den Erfolg zu einem Märchen. 2021 folgten weitere Triumphe im FA Cup gegen Chelsea und im englischen Supercup gegen Manchester City. Doch dieser Glanz vergangener Tage wirkt nun wie eine ferne Erinnerung. Die jüngsten 18 Liga-Begegnungen brachten lediglich einen einzigen Sieg.
Doch das Unglück kam in noch mehrfacher Form. Leicester City hatte mit einem Sechs-Punkte-Abzug wegen Verstößen gegen die Finanzregeln zu kämpfen, was die Situation zusätzlich erschwerte. Die Unzufriedenheit der Fans mit dem Eigentümer, dem thailändischen Milliardär Khun Aiyawatt ‚Top‘ Srivaddhanaprabha, ist seit längerem spürbar. Forderungen nach dem Rauswurf des Sportdirektors Jon Rudkin und harsche Kritik an den Spielern („Ihr seid nicht geeignet, dieses Trikot zu tragen!“) sind an der Tagesordnung.
Der Mirror titelte treffend: „Von Champions zu Versagern“. Diese Worte fassen die Tragweite des Niedergangs prägnant zusammen. Die Independent blickte auf das große Ganze zurück: „Das Märchen vom Premier-League-Titelgewinn von Leicester City ist eine der großartigsten Geschichten, die der englische Fußball je gesehen hat. Doch nur ein Jahrzehnt später spielen die ‚Foxes‘ in der League One.“ Ein bitteres Ende einer einst so glanzvollen Ära.
Die Zahl spricht eine deutliche Sprache: 5000 zu 1 waren die Gewinnchancen auf den Titel 2016. Heute sind die Gewinnchancen auf eine schnelle Rückkehr in die Premier League verschwindend gering. Leicester City steht vor einer Mammutaufgabe, um den Glauben der Fans zurückzugewinnen und den Verein wieder in die Erfolgsspur zu lenken.
