Kwasnioks riskantes all-in: kölns niederlage in stuttgart analysiert

Kwasnioks mutige umstellung in der zweiten halbzeit

Beim Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart ging 1. FC Köln-Trainer Lukas Kwasniok ein ungewöhnliches Risiko ein. In der 68. Minute wechselte er beide Innenverteidiger, Cenk Özkacar und Joel Schmied, gleichzeitig aus und brachte stattdessen die Angreifer Said El Mala und Luca Waldschmidt. Eine Entscheidung, die viele Beobachter überraschte, da Kwasniok normalerweise ungern an der Abwehrformation schraubt.

Waldschmidts beitrag und die folgen für die defensive

Waldschmidts beitrag und die folgen für die defensive

Zunächst schien der Plan aufzugehen, denn Luca Waldschmidt leitete mit einer guten Balleroberung den Ausgleichstreffer ein. Doch die neu formierte Abwehr offenbarte Abstimmungsprobleme, die die Stuttgarter prompt mit einem Doppelschlag zum 3:1-Endstand nutzten. Der Wechsel wirkte sich negativ auf die Stabilität des Teams aus.

Kwasnioks erklärung: ein taktisches manöver im siegesrausch

Kwasnioks erklärung: ein taktisches manöver im siegesrausch

„Wir lagen zurück und dann wollte ich ein Tor erzielen“, erklärte Kwasniok seine offensive Umstellung. Er fügte hinzu: „Das ist leichter, wenn du ein paar Offensivspieler auf dem Feld hast.“ Er erklärte, dass die ursprünglich als Schienenspieler agierenden Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen nach dem Wechsel links und rechts neben Eric Martel agierten, wodurch eine Dreierkette entstand.

Die neue formation und ihre schwächen

Kwasniok wollte mit den offensivstarken Schienenspielern Jakub Kaminski und Jan Thielmann vor der Dreierkette sowie Ache, El Mala und Waldschmidt den Druck auf den gegnerischen Tor erhöhen. „Hintenraus war einfach All-in angesagt“, gab der Trainer zu. „Da willst du Fußballqualität auf dem Feld haben und dafür musst du jemanden opfern. Das war nicht spieltaktischer Natur, sondern da ging es einfach darum, andere Spielertypen auf dem Feld zu haben.“

Weitere wechsel und der endgültige einbruch

Nach dem erneuten Rückstand griff Kwasniok nochmals ins Spielgeschehen ein und löste das defensive Mittelfeld auf. Er nahm Martel und Tom Krauß vom Platz und brachte Fynn Schenten und Florian Kainz. Diese weiteren Wechsel führten jedoch zu noch mehr Chaos in der Kölner Defensive, das die Schwaben eiskalt zum entscheidenden 3:1 nutzten.

Fazit: ein riskantes spiel, das köln verlor

Die taktische Umstellung von Lukas Kwasniok war ein Versuch, das Spiel noch zu wenden. Obwohl sie anfänglich positive Effekte zeigte, offenbarte sie letztendlich die Schwächen in der Kölner Defensive und führte zur Niederlage gegen den VfB Stuttgart. Es bleibt abzuwarten, ob sich Kwasniok in Zukunft erneut für solch ein riskantes Spiel entscheiden wird.