Italienischer fußballthriller: wer beerbt mancini?
Rom bebt! Der italienische Fußballverband steht vor einer Zerreißprobe: Nach dem Aus von Roberto Mancini an der Seitenlinie entbrennt ein regelrechter Draufrufe-Wettbewerb. Eine Vielzahl von Trainern macht seine Ambitionen deutlich, doch wer wird das prestigeträchtige Amt übernehmen und die Squadra Azzurra wieder zu neuen Höhen führen?

Die top-kandidaten und ihre taktiken
Die Suche nach dem Nachfolger Mancini's ist alles andere als ein Spaziergang. Antonio Conte, der bereits Erfahrung mit der Nationalmannschaft hat, tritt selbstbewusst auf, fast schon provokant. Er erinnert an einen jungen Travolta in „Grease“, der mit einer offenen und direkten Art umworben, während er gleichzeitig die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Seine Botschaft ist klar: „Ich bin die beste Wahl.“
Doch Conte ist nicht der einzige Anwärter. Roberto Mancini, der ehemalige Erfolgsgarant, schaltet ebenfalls ein. Seine Strategie ist subtiler, geprägt von Nostalgie und einem Hauch von Sehnsucht. Er schickt Bilder von glorreichen Momenten, von Wembley und den gewonnenen Spielen, untermalt von den Klängen italienischer Klassiker. Eine elegante, fast schon poetische Verführung.
Max Allegri, bekannt für seine zurückhaltende Art, hält sich im Hintergrund, beobachtet und analysiert. Er fragt im Vertrauten, wie es hinter den Kulissen aussieht, sucht Rat bei seinen engsten Vertrauten, ganz im Stil von Troisi und Benigni in „Nicht zu fassen“. Ein stiller Beobachter, der seine Karten bis zum Schluss verbergen möchte.
Und dann ist da noch Pep Guardiola, der unangefochtene Star am Fußballhimmel. Er muss nichts tun, nichts sagen. Seine Präsenz allein genügt, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Ein Blick, ein Lächeln – und schon ist klar, dass er in der Verlosung dabei ist. Er agiert wie Tom Cruise in „Top Gun“, selbstsicher und unaufhaltsam.
Die bittere Pille für Rino Gattuso: Während diese Trainer um die Gunst Italiens wetteifern, muss sich Rino Gattuso mit der Realität auseinandersetzen. Er hat sein Herz für Italien eingesetzt, hat gekämpft und gelitten, doch am Ende hat er nicht die Aura eines Brad Pitt oder die Eleganz eines Mancio. Er muss seinen Schmerz hinnehmen, denn der italienische Fußball ist hart.
Die Entscheidung, wer den prestigeträchtigen Job als Nationaltrainer übernimmt, wird mit Spannung erwartet. Eines ist jedoch sicher: Der italienische Fußball erlebt derzeit eine aufregende und ungewisse Zeit.
