Herta kämpft weiter: formel-2-debüt bleibt punktelos

Barcelona – Colton Herta, der Shootingstar aus der IndyCar-Serie, hat im Rennen um einen Formel-1-Cockpit bei Cadillac weiterhin einen schweren Stand. Sein zweiter Auftritt in der Formel 2 endete ohne Punkte, nachdem er bereits am Samstag durch einen vermeidbaren Fehler im Sprint einen möglichen Podestplatz verschenkt hatte.

Die suche nach der superlizenz wird zur zitterpartie

Die suche nach der superlizenz wird zur zitterpartie

Der junge Amerikaner, der 2024 Vize-Champion in der IndyCar-Serie wurde, befindet sich in einer verzweifelten Lage. Um wie geplant ab 2027 für Cadillac in der Formel 1 zu fahren, benötigt er eine sogenannte Superlizenz, deren Erwerb an ein kompliziertes Punktesystem geknüpft ist. Herta muss in der Formel 2 in diesem Jahr Achter der Gesamtwertung werden, um die notwendigen Punkte zu sammeln – ein ambitioniertes Ziel, das er derzeit meilenweit verfehlt. Der Druck ist enorm, denn Cadillac setzt große Hoffnungen in den gebürtigen Kalifornier und möchte einen US-Amerikaner in seiner Fahreraufstellung haben.

Im Hauptrennen am Sonntag bewegte sich Herta lange Zeit in den Top 10, nachdem er von Position acht gestartet war. Doch am Ende blieb ihm nur der 15. Platz, eine bittere Pille für den ambitionierten Piloten. „Das war inakzeptabel“, funkte er frustriert an sein Team. Seine Leistung wirft Fragen auf, ob er den notwendigen Schritt von der IndyCar-Serie in die anspruchsvolle Welt der Formel 1 wirklich meistern kann.

Rafael Camara (Brasilien/Invicta) sicherte sich den Sieg im Rennen, während Nikola Zolow (Campos), der aus der Red-Bull-Nachwuchsförderung stammt, die Gesamtführung der Formel 2 übernahm. Zolow belegte den zweiten Platz. Die Saison ist noch lang, aber Hertas Zeit drängt. Er muss sich deutlich steigern, wenn seine Formel-1-Träume nicht im Sande verlaufen.

Die Entscheidung, Herta in die Formel 2 zu schicken, war ein kalkuliertes Risiko von Cadillac. Nun bleibt abzuwarten, ob sich diese Wette auszahlt. Ein Punkt ist jedoch klar: Hertas Weg in die Königsklasse ist alles andere als ein Selbstläufer.