Heidenheim trotzt dem abstiegskampf: schmidt gibt kampfgeist vor augsburg-spiel
- Heidenheim am tabellenende – schmidt bleibt kämpferisch
- Personalsorgen vor dem spiel in augsburg
- Ungebrochene unterstützung der fans
- Schmidt: aufgeben ist keine option
- Keine nervosität trotz kritik
- Psychologischer ansatz: gemeinsame verantwortung
- Statistik als warnung, nicht als schicksal
- Der fch als goldfisch im piranha-becken
Heidenheim am tabellenende – schmidt bleibt kämpferisch
Der 1. FC Heidenheim steckt tief im Abstiegskampf der Bundesliga. Mit bereits sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz und vier Punkten hinter dem Vorletzten St. Pauli ist die Lage ernst. Trotzdem zeigt sich Trainer Frank Schmidt vor dem Auswärtsspiel in Augsburg unerschrocken. Er verweigert sich jeglicher Resignation und betont den unbedingten Willen seiner Mannschaft, den Klassenerhalt zu schaffen.

Personalsorgen vor dem spiel in augsburg
Vor der Partie am Sonntag (15:30 Uhr) plagen den FCH jedoch personelle Sorgen. Niklas Dorsch ist die gesamte Woche krank und sein Einsatz gegen seinen ehemaligen Verein ist höchst fraglich. Auch Mathias Honsak fehlt aufgrund von Oberschenkelproblemen, und auch für Leonidas Stergiou stehen die Zeichen nicht gut. Diese Ausfälle erschweren die Situation zusätzlich, doch Schmidt betont, dass sich die Mannschaft nicht unterkriegen lässt.

Ungebrochene unterstützung der fans
Trotz der schwierigen Lage reisen rund 2000 Heidenheimer Fans nach Augsburg, um ihre Mannschaft zu unterstützen. „Die glauben an uns, sonst würden sie zu Hause bleiben. Deswegen wollen wir sie nicht enttäuschen“, so Schmidt. Die Unterstützung der Fans ist ein wichtiger Motivationsfaktor für das Team, das sich vor einer großen Herausforderung sieht.

Schmidt: aufgeben ist keine option
„Ich wüsste nicht, warum wir jetzt aufgeben sollten mit sechs Punkten Rückstand. Das wäre tragisch, wenn wir so denken würden“, erklärte Schmidt auf der Pressekonferenz. Er räumt zwar ein, dass die Ausgangslage schlecht ist, betont aber, dass die Mannschaft weiterhin alles geben wird. „Was hilft? Punkte und Siege, und am Sonntag haben wir die nächste Chance dazu“, so der Trainer.

Keine nervosität trotz kritik
Schmidt zeigte sich unbeeindruckt von der Berichterstattung und der zunehmenden Skepsis hinsichtlich des Klassenerhalts. „Ich verstehe, dass nach diesem punktetechnisch schwachen Start ins Jahr Zweifel da sein können. Die haben wir auch immer mal wieder. Trotzdem arbeiten wir daran, dass die Mannschaft an sich glaubt“, sagte er. Die Trainingswoche sei trotz der Niederlagen recht homogen verlaufen, mit einigen Ausnahmen.

Psychologischer ansatz: gemeinsame verantwortung
In Heidenheim wird die Situation psychologisch pragmatisch angegangen. „Wir arbeiten mit gesundem Menschenverstand. Wir zeigen nicht mit dem Finger auf den Schuldigen, wir sind alle schuld“, so Schmidt. Gleichzeitig betont er die individuelle Verantwortung jedes Spielers. „Es gibt für verschiedene Situationen unterschiedliche Charaktere und Typen. Wir nehmen jeden mit, lassen keinen allein.“
Statistik als warnung, nicht als schicksal
Die Statistik der vergangenen Jahre ist für Heidenheim nicht gerade ermutigend. Nur ein Team konnte sich in der Drei-Punkte-Ära mit einer ähnlich schlechten Ausbeute zu diesem Zeitpunkt noch retten: Mainz 05 in der Saison 2023/24. Schmidt lässt sich von dieser Statistik jedoch nicht entmutigen. „So etwas lese ich nicht und so etwas ist auch nicht wichtig. Selbst, wenn es noch keine Mannschaft geschafft hätte, würde ich daran glauben, dass man es schaffen kann.“
Der fch als goldfisch im piranha-becken
Schmidt veranschaulichte die Situation mit einer treffenden Metapher, die von seiner Frau stammt: „Sie hat neulich gesagt, dass es sich anfühlt wie ein Goldfisch im Piranha-Becken. Das trifft es ganz gut, da wir es mit unseren Mitteln schwerer haben. Wir haben nicht die Möglichkeiten, nicht die Historie, nicht die Größe und kämpfen mit anderen Mitteln in der Bundesliga.“ Der Trainer betonte, dass der FCH sich bewusst ist, dass der Kampf um den Klassenerhalt ein harter wird, aber er gibt die Hoffnung nicht auf.
