Geburtstagswunder in mailand: francesca lollobrigida gewinnt gold für italien
Historischer triumph für italien beim eisschnelllauf
Mailand/Cortina d'Ampezzo – Ein Tag, der in die italienische Sportgeschichte eingehen wird: Francesca Lollobrigida hat an ihrem 35. Geburtstag die erste Goldmedaille für Italien bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo gewonnen. Die Eisschnellläuferin sorgte für einen emotionalen Moment, als sie mit der italienischen Flagge im Arm ihren kleinen Sohn in die Arme schloss.

Olympiarekor und persönliche bestzeit
Lollobrigida übertraf sich am Samstag bei dem Rennen über 3000 Meter und lief in einer persönlichen Bestzeit von 3:54,28 Minuten. Diese Zeit bedeutete gleichzeitig einen neuen Olympiarekor. Die Silbermedaille ging an Ragne Wiklund aus Norwegen (3:56,54), gefolgt von Valerie Maltais aus Kanada (3:56,93). Es war ein spannendes Rennen, das die Zuschauer in seinen Bann zog.
Enttäuschung für die niederländischen favoritinnen
Für die niederländischen Eisschnellläuferinnen verlief der Start in die Olympischen Spiele enttäuschend. Die dreifache Weltmeisterin Joy Beune, die mit großen Erwartungen antrat, belegte mit 3:58,12 Minuten lediglich den vierten Platz. Es zeigte sich, dass der Druck auf die Favoritinnen enorm war und nicht alle ihre Leistung abrufen konnten.
Deutsche athletin verpasst top-10
Auch für die deutsche Starterin Josie Hofmann verlief das Rennen nicht optimal. Mit einer Zeit von 4:06,54 Minuten verpasste sie die Top-10 deutlich. Trotzdem zeigte sie Kampfgeist und gab alles, um eine gute Platzierung zu erreichen. Die Konkurrenz war jedoch zu stark.
Erste medaillen für italien bereits am vortag
Die ersten Medaillen für Italien waren bereits am Vortag in der Herren-Abfahrt in Bormio gewonnen worden. Giovanni Franzoni sicherte sich die Silbermedaille, während Dominik Paris die Bronzemedaille gewann. Diese Erfolge gaben dem italienischen Team zusätzlichen Auftrieb für die weiteren Wettkämpfe.
Kontroversen um die anreise der athleten
Neben den sportlichen Leistungen gab es auch Diskussionen um die Anreise der Athleten. Insbesondere die Entscheidung von Ireen Wüst, mit dem Privatjet nach Mailand zu fliegen, stieß auf Kritik. Es wurde die Frage aufgeworfen, ob dies mit den Nachhaltigkeitszielen der Olympischen Spiele vereinbar sei. Friesinger äußerte sich dazu und verteidigte die Entscheidung von Wüst.
Ergebnisse – frauen 3000m
| Platz | Athletin | Nation | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1 | Francesca Lollobrigida | Italien | 3:54,28 |
| 2 | Ragne Wiklund | Norwegen | 3:56,54 |
| 3 | Valerie Maltais | Kanada | 3:56,93 |
| 4 | Joy Beune | Niederlande | 3:58,12 |
| 14 | Josie Hofmann | Deutschland | 4:06,54 |
