Frida karlsson dominiert olympia – debakel für das deutsche langlaufteam
Frida karlsson setzt goldrausch fort – enttäuschung für deutschland
Mailand Cortina 2026 – Die schwedische Langläuferin Frida Karlsson hat ihre beeindruckende Siegesserie bei den Olympischen Winterspielen fortgesetzt und im Freistilrennen über 10 Kilometer erneut Gold gewonnen. Für das deutsche Team um Pia Fink endete das Rennen jedoch in einer herben Enttäuschung. Es war das schlechteste Olympiaergebnis über diese Distanz seit 1956.
Karlsson unaufhaltsam
Im Kampf gegen
die Uhr war Frida Karlsson nicht zu schlagen. Die 26-Jährige benötigte bei ungewohnt warmem Wetter in Lago di Tesero22:49,2 Minuten und distanzierte ihre Teamkollegin Ebba Andersson um 46,8 Sekunden. Bronze ging an die US-Amerikanerin Jessie Diggins, die mit einer Rippenprellung antrat. Karlsson sicherte sich damit die dritte Goldmedaille für Schweden bei diesen Winterspielen.
Enttäuschende vorstellung der deutschen läuferinnen
Pia Fink erzielte mit Platz 19 das beste Ergebnis für das deutsche Team, lag aber bereits 1:55,0 Minuten hinter Karlsson. Helen Hoffmann, Junioren-Weltmeisterin, belegte den 28. Platz (+2:18,2 Minuten), während Sofie Krehl als 42. ins Ziel kam (+3:01,9 Minuten). „Heute haben wir einen auf die Mütze bekommen, das kann man nicht anders sagen“, kommentierte Bundestrainer Peter Schlickenrieder.

Historisch schlechtes ergebnis
Das Ergebnis war das schlechteste für das deutsche Team über diese Distanz seit den Olympischen Spielen 1956 in Cortina d’Ampezzo, wo Sonnhilde Hausschild und Else Ammann den geteilten 20. Platz belegten. Sofie Krehl zeigte sich ratlos: „Ich bin ratlos.“
Hoffmanns materialprobleme
Auch Helen Hoffmann sah die Ursache für das schlechte Ergebnis nicht nur in ihrer eigenen Leistung. „Weiß ich nicht, ob es nur an mir liegt“, sagte sie. Das Material habe „eher nicht“ gepasst. „Bei so einem Abstand weiß ich nicht, ob es nur an mir liegt.“
Fürstenbergs olympia-debüt
Die kurzfristig angereiste Theresa Fürstenberg, die ihr Olympia-Debüt feierte, belegte den 68. Platz (+4:05,9 Minuten) und zeigte sich dennoch „stolz“. Mehrere Läuferinnen hatten bei den milden Temperaturen von sieben Grad Celsius mit kurzen Ärmeln und Hosen an den Start gegangen.
Lob für karlsson von trainer nilsson
„Frida ist on fire. Sie ist eine außergewöhnliche Läuferin“, lobte der deutsche Frauen-Trainer Per Nilsson, der gleichzeitig Karlssons Heimtrainer ist. Auch Peter Schlickenrieder zollte der Schwedin Respekt: „Frida hat sich akribisch auf diese Spiele vorbereitet, viele Rennen ausgelassen und viel Höhentraining absolviert, sie ist in bestechender Form.“ Die Teamsprint-Olympiasiegerin Katharina Hennig Dotzler verzichtete auf das Rennen, um sich auf den Staffelwettbewerb am Samstag vorzubereiten.
