Enttäuschung in antholz: deutsches biathlon-team erlebt sprint-debakel
Enttäuschung in antholz: deutsches biathlon-team erlebt sprint-debakel
Antholz, 14. Februar 2026 – Der Sprint bei den Olympischen Winterspielen in Antholz hat dem deutschen Biathlon-Team einen herben Rückschlag beschert. Nach den bisher guten Leistungen in Südtirol war dies das erste Rennen, in dem die deutschen Athleten deutlich hinter den Erwartungen zurückblieben. Nun gilt es, im Verfolgungsrennen am Sonntag Schadensbegrenzung zu betreiben.
Nawrath verpasst geburtstagsgeschenk
Für Philipp Nawrath, der an seinem 33. Geburtstag eine bessere Vorstellung hatte, lief es besonders unglücklich. Mit drei Fehlern am Schießstand verpasste er das Podest deutlich und landete nur auf Platz 26. „Mit der drei war heute eher das Podest gemeint, nicht das Schießergebnis“, so der enttäuschte Biathlet nach dem Rennen. Sein Rückstand auf den souveränen Sieger Quentin Fillon Maillet aus Frankreich betrug 1:52,9 Minuten.

Frust im gesamten team
Doch nicht nur Nawrath haderte mit seiner Leistung. Das gesamte deutsche Team kämpfte mit Formschwierigkeiten. Philipp Horn erreichte als bester Deutscher mit einem Fehler Rang zehn, liegt aber auch mit einem Rückstand von 1:09,2 Minuten auf Fillon Maillet im Verfolgungsrennen. Auch David Zobel (Platz 19, +1:41,8) und Justus Strelow (Platz 23, +1:46,4) konnten nicht an ihre bisherigen Leistungen anknüpfen.

Analyse und schadensbegrenzung
„Ich hätte nicht gedacht, dass die Abstände so riesig sind“, zeigte sich Horn frustriert. Sportdirektor Felix Bitterling versuchte, die Situation zu relativieren: „Wir sind während der Winterspiele zwar erstmals nicht so richtig in Schlagdistanz gewesen, aber ich glaube nicht, dass wir hier untergegangen sind.“ Nun gelte es, das Positive aus den bisherigen Tagen in Antholz wiederzufinden und sich daran zu erinnern.
Blick nach vorn: verfolgung und staffel
Bitterling gab die klare Marschroute für das Verfolgungsrennen vor: „Die deutschen Biathleten sollen sich über die Verfolgung ein bisschen Selbstvertrauen zurückholen“, so der Sportdirektor, „um dann nächste Woche in der Staffel anzugreifen.“ Das Team will die Schwächen analysieren und im nächsten Rennen wieder zur alten Stärke finden. Die Hoffnung auf eine Medaille lebt weiter.
Ergebnisse im überblick
- Quentin Fillon Maillet (Frankreich): 23:35,2 Minuten
- Philipp Horn (Deutschland): +1:09,2 Minuten (Platz 10)
- Philipp Nawrath (Deutschland): +1:52,9 Minuten (Platz 26)
- David Zobel (Deutschland): +1:41,8 Minuten (Platz 19)
- Justus Strelow (Deutschland): +1:46,4 Minuten (Platz 23)
