Effenberg kritisiert var scharf: „es ist nur noch lächerlich!“,
Effenberg attackiert den videobeweis
Stefan Effenberg hat sich in die hitzige Debatte um den Videobeweis (VAR) eingeschaltet und äußerst kritische Worte gefunden. Der ehemalige Nationalspieler bemängelt die Entscheidungsfindung in der Bundesliga und im DFB-Pokal und sieht die Schuld nicht bei den Schiedsrichtern auf dem Feld, sondern im Kölner Keller. „In den vergangenen Wochen haben die deutschen Schiedsrichter kein gutes Bild abgegeben. Die Schuld daran tragen aber hauptsächlich nicht die Unparteiischen auf dem Feld – sondern die im Kölner Keller“, so Effenberg in seiner Kolumne für t-online.

„Situationen für laien klar“
Effenberg kritisiert, dass selbst offensichtliche Situationen falsch bewertet werden. „Situationen, die schon durch die TV-Bilder selbst für Laien klar zu beurteilen sind, werden auf nicht nachvollziehbare Weise bewertet, dass man nur noch mit dem Kopf schütteln kann.“ Er bezeichnet die aktuelle Situation als „lächerlich“ und fordert grundlegende Veränderungen.
Effenbergs vorschlag: ehemalige profis ins var-team
Der dreifache deutsche Meister und Champions-League-Sieger von 2001 schlägt vor, ehemalige Spieler in das Team der Video-Schiedsrichter zu integrieren. „Frühere Aktive – die auf höchstem Niveau gespielt haben – können Fouls und kritische Szenen aus eigener Erfahrung ganz genau beurteilen.“ Diese Erfahrung könne die Qualität der Entscheidungen verbessern und die Diskussionen beenden.
Kritik an schiedsrichter-chef kircher
Effenberg richtet seine Kritik auch direkt an Knut Kircher, dem Chef der Schiedsrichter. „Irgendwann reichen dann auch die ungelenken Erklärungen von Knut Kircher nicht mehr aus. Er ist der Chef, und er muss die Entscheidungen seiner Leute schlüssig und unmissverständlich darlegen können. Wenn er das nicht schafft, haben wir ein ganz anderes Problem.“
Kirchers reaktion und eingeständnisse
Knut Kircher selbst hatte die jüngsten Fehlentscheidungen seiner Schiedsrichter eingeräumt und Besserung versprochen. „Natürlich trübt das den guten Start nach der Winterpause und hinterlässt einen etwas faden Beigeschmack“, sagte er im kicker. Auch Schiedsrichter Patrick Ittrich räumte im Fernsehen einen Fehler ein.
Kontroverse entscheidungen in bundesliga und pokal
Die Diskussionen wurden durch strittige Entscheidungen in den Spielen Mainz gegen Augsburg (2:0) und Bayern München gegen RB Leipzig (2:0) angeheizt. Manuel Gräfe, ein langjähriger Bundesliga-Schiedsrichter, sprach von einer klaren Fehlentscheidung und einem Elfmeter für Leipzig. Diese Fehlentscheidungen verstärken die Forderung nach Verbesserungen im VAR-System.
Hummels und die dfl äußern sich
Auch Mats Hummels hatte sich kürzlich für eine VAR-Änderung ausgesprochen. Die DFL zeigte sich offen für Effenbergs Idee, ehemalige Spieler ins VAR-Zentrum zu holen, betont aber, dass es derzeit keine Bewerbungen oder Verfügbarkeiten gibt. Kircher betonte, dass es immer Menschen geben wird, die mit Schiedsrichterentscheidungen unzufrieden sind, und das sei im Fußball normal.
