Draisaitl kämpft gegen jetlag – olympia-fieber ungebrochen

Draisaitl trotz anreise-stress voller tatendrang

Leon Draisaitl, Deutschlands Fahnenträger bei den Winterspielen in Mailand, kämpft mit den Folgen seiner strapaziösen Anreise. Nach einem zwölfstündigen Flug und der Landung erst am Freitag will der Eishockey-Superstar die Erfahrung dennoch in vollen Zügen genießen. "Jetlag ist allemal ein Thema. Ich bin seit fünf Uhr wach", berichtete der 30-Jährige bei einer Pressekonferenz am Samstag.

Marathonreise trübt olympia-euphorie nicht

Marathonreise trübt olympia-euphorie nicht

Die lange Reise und die kurzfristige Ankunft haben das Olympia-Fieber des Centers der Edmonton Oilers jedoch nicht getrübt. "Anstrengend ist das falsche Wort, weil es sehr schön war. Aber es war viel", so Draisaitl. Er freut sich nun auf die kommenden zwei Wochen und die einzigartige Atmosphäre der Spiele. "Darauf, Flair und Vibe miterleben zu dürfen."

Erinnerungen an seinen vater

Erinnerungen an seinen vater

Sein Vater, Peter Draisaitl, der bereits 1988, 1992 und 1998 an Olympischen Spielen teilgenommen hatte, habe ihm stets von der besonderen Bedeutung der Spiele vorgeschwärmt. Für seinen Vater seien die Spiele "mit das Beste, was er erleben durfte", erinnert sich der Sohn.

Privatsphäre im olympischen dorf

Draisaitl hat im Olympischen Dorf ein Einzelzimmer bezogen, was ihm sehr gelegen kommt. In seiner Jugendzeit hatte er bereits viele Nächte mit seinen Teamkollegen Frederik Tiffels und Dominik Kahun in einem Mehrbettzimmer verbracht, die in Mailand ein Zweibettzimmer teilen.

Blitz-teambildung vor dem dänemark-spiel

Die anderen NHL-Spieler treffen erst am Sonntag in Italien ein. Das erste gemeinsame Training des kompletten deutschen Teams wird voraussichtlich erst am Montag stattfinden. Bis zum ersten Spiel gegen Dänemark am Donnerstag muss sich die Mannschaft schnell finden, betont Draisaitl. "Es ist enorm wichtig, dass wir gut reinkommen.".

Harte gegner in der gruppenphase

Neben Dänemark trifft Deutschland in der Gruppenphase auf Lettland und den Mitfavoriten USA. "Das werden Brocken, enorm harte Spiele für uns", so der frühere NHL-MVP. Dennoch ist er optimistisch: "Ich glaube, wir werden sehr viel Spaß haben."

Fokus auf das team, nicht auf die einzelspieler

Draisaitl appellierte an die Öffentlichkeit und seine Mitspieler, sich nicht zu sehr auf seine Person zu konzentrieren. "Es geht hier nicht um mich. Es geht um die Mannschaft. Wir kommen über die Einheit, nicht über die Einzelspieler.". Die Stimmung im Team ist positiv und die Vorfreude auf die Wettkämpfe groß.