Dorothea wierer bricht tabu: offen über menstruation bei olympia

Olympia mailand cortina 2026: wierer spricht offen über ihre periode

Dorothea Wierer, italienisches Biathlon-Star, hat im Anschluss an das Olympia-Einzel in Antholz offen über die Auswirkungen ihrer Menstruation auf ihre Leistung gesprochen. Nach Platz fünf im Einzel erklärte sie im Interview mit “SportNews”, dass sie sich körperlich geschwächt gefühlt habe. “Ich habe meine Periode. Mir geht es nicht schlecht, aber ich bin eben ein bisschen platt”, so Wierer.

Ein wichtiges thema im spitzensport

Ein wichtiges thema im spitzensport

Mit ihrer Offenheit bricht Wierer ein Tabu und lenkt die Aufmerksamkeit auf ein Thema, das im Leistungssport oft unter den Tisch gekehrt wird. Bereits 2022 hatte Emma Hinze, Bahnradfahrerin, sich einen offeneren Umgang mit Menstruation im Sport gewünscht. Auch andere Spitzensportlerinnen wie Mikaela Shiffrin und Iga Swiatek hatten sich bereits öffentlich zu dem Thema geäußert.

Warum die offenheit wichtig ist

Warum die offenheit wichtig ist

Wierer stellte die Frage: “Warum sollen die Leute nicht wissen, dass man nicht bei einhundert Prozent ist?”. Sie betonte, dass die Menstruation ein natürlicher Teil des Lebens einer Frau sei. “Das ist doch das Normalste überhaupt. So ist eben der Zyklus des Lebens bei uns Frauen – im wahrsten Sinne des Wortes”, sagte die 35-Jährige.

Olympia als ungünstiger zeitpunkt

Olympia als ungünstiger zeitpunkt

Die Olympischen Winterspiele vor heimischem Publikum sind natürlich ein besonders ungünstiger Zeitpunkt. Dennoch betonte Wierer, dass sie in ihrer gesamten Karriere noch nie eine Weltmeisterschaft oder Olympiade hatte, bei der sie nicht ihre Tage hatte. Sie kündigte an, dass sie in zwei Tagen wieder angreifen werde und sich auf ihre weiteren Chancen auf eine olympische Goldmedaille konzentriere.

Mehr als nur die periode

Wierer wollte ihre Leistung im Einzelrennen jedoch nicht ausschließlich auf ihre Menstruation zurückführen. Sie räumte ein, dass auch ihre Langlauftechnik nicht die allerbeste sei und sie im weichen Schnee regelrecht versunken sei. “Ich habe auch nicht gerade die allerfeinste Langlauftechnik und deshalb im weichen Schnee förmlich weggesunken bin”, erklärte sie.

Erwartungen für die zukunft

Die 35-Jährige wird ihre Karriere nach dieser Saison beenden. Ihre Offenheit könnte andere Athletinnen ermutigen, ebenfalls über dieses Thema zu sprechen und somit zu einem offeneren und verständnisvolleren Umgang im Sport beizutragen. Es ist wichtig, dass die Bedürfnisse von Sportlerinnen in Bezug auf ihre Gesundheit und ihren Zyklus ernst genommen werden.

Team deutschland für den biathlon-sprint nominiert

Parallel dazu wurde das deutsche Team für den Biathlon-Sprint bei Olympia Mailand Cortina 2026 nominiert. Die genaue Aufstellung wird in Kürze bekannt gegeben. Die Erwartungen an das deutsche Team sind hoch, und die Athleten sind bestrebt, ihr Bestes zu geben.

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