Djokovic jagt wimbledon-rekord: wilander sieht serben im vorteil

Wimbledon steht vor der Tür, und die Frage, wer den begehrten Titel und damit auch den möglichen 25. Grand-Slam-Titel gewinnen wird, brennt den Tennis-Fans unter den Nägeln. Mats Wilander, eine Legende des Sports, sieht Novak Djokovic als ernsthaften Anwärter, obwohl der Serbe in Paris eine überraschende Niederlage gegen João Fonseca erlitt.

Die statistik lügt nicht: djokovics wimbledon-bilanz

Die statistik lügt nicht: djokovics wimbledon-bilanz

„In Paris gab es eine Überraschung, aber Wimbledon ist anders“, erklärt Wilander gegenüber der Gazzetta dello Sport. Der Schwede betont, dass die Rasenplatzbedingungen Djokovic’ Stärken besonders hervorheben. Während es auf Sand eine Vielzahl von Spielern gibt, die den Serben herausfordern können, schrumpft diese Zahl auf Wimbledon drastisch. „Auf Sand gibt es zehn oder zwanzig Gegner, die ihn schlagen können. Auf dem Rasen von Wimbledon sind es vielleicht nur noch fünf.“

Ein interessanter Aspekt ist, dass weder Djokovic noch Jannik Sinner, der als Topfavorit gehandelt wird, ein Vorbereitungsturnier auf Rasen spielen werden. Wilander findet diesen Schritt angesichts Sinners gesundheitlicher Probleme und dem frühen Ausscheiden in Roland Garros durchaus nachvollziehbar. Der Südtiroler hatte in den Monaten vor den French Open zu viel gespielt und kaum Zeit zur Erholung gehabt. „In den zwei Monaten vor Roland Garros hat er sehr viel gespielt. Er hatte nur wenig Zeit zur Erholung und kaum Möglichkeiten, intensiv zu trainieren. Dadurch ging ihm letztlich die Energie aus“, vermutet der Ex-Champion.

Becker hebt die 'Straßenköter-Mentalität' der Big Three hervor, während die Diskussion um die Favoriten weiterhin entfacht wird. Zverev könnte ebenfalls ein Faktor werden, wie Wilander andeutet, obwohl er seine Klasse in Grand Slams bisher nicht voll ausschöpfen konnte. Das Preisgeld in Wimbledon wurde zudem um 20 Prozent erhöht, was den Wettbewerb noch attraktiver macht.

Die Spannung steigt, und die Tenniswelt blickt gespannt auf Wimbledon. Ob Djokovic seine beeindruckende Bilanz auf Rasen fortsetzen und den historischen 25. Grand-Slam-Titel erringen kann, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Der Kampf um den Sieg wird hart und umkämpft sein.