Deb-team erleidet ersten rückschlag in mailand – analyse und ausblick

Erste niederlage für das deutsche eishockeyteam in mailand

Die deutsche Eishockeynationalmannschaft hat bei den Olympischen Winterspielen in Mailand die erste Niederlage im zweiten Gruppenspiel kassiert. Das 3:4 gegen Lettland bedeutete einen deutlichen Rückschlag im Turnierverlauf und sorgte für Unzufriedenheit innerhalb des Teams. Bericht von Sebastian Groß aus Mailand.

Frustrierender nachmittag für die deb-stürmer

Frustrierender nachmittag für die deb-stürmer

"Ein frustrierender Nachmittag", so fasste Nico Sturm die Niederlage gegen Lettland treffend zusammen. Ähnlich wie im ersten Spiel gegen Dänemark startete das deutsche Team stark, konnte die Führung aber nicht über die Zeit bringen. Sturm betonte, dass das Spiel dem Team aus den Händen geglitten sei, insbesondere aufgrund von unnötigen Strafzeiten.

Starker start, dann der einbruch

Starker start, dann der einbruch

Der zweifache Stanley-Cup-Champion Sturm analysierte: "Die ersten zehn Minuten kommen wir heraus wie die Feuerwehr. Die Pässe kommen an, wir halten es simpel, dominieren das Spiel, dominieren auch die Geschwindigkeit." Doch im weiteren Verlauf des Spiels verlor das Team den Faden. Die Strafzeiten trugen ihren Teil dazu bei und kosteten wertvolle Kraft.

Disziplinlosigkeit und special teams entscheidend

Disziplinlosigkeit und special teams entscheidend

Im Gegensatz zum Auftaktmatch gegen Dänemark, in dem das DEB-Team ohne Strafen blieb, haperte es gegen Lettland an der Disziplin. Lukas Reichel meinte dazu: "Die Strafen im zweiten Drittel haben uns echt weh getan." Sturm ergänzte: "Am Ende des Tages haben wir die Special-Teams-Battle verloren, und das hat wahrscheinlich das Spiel entschieden."

„Es war einfach schlampig“ – sturm kritisiert die leistung

„Es war einfach schlampig“ – sturm kritisiert die leistung

Die Stimmung in der Milano Rho Ice Hockey Arena kippte zugunsten der lettischen Fans, was auch Nico Sturm auffiel: "Das hat man auch in der Halle gemerkt, das Momentum ist auf die andere Seite geschwappt. Und dann war es einfach schlampig für den Rest des Nachmittags." Er betonte jedoch, dass das Team sich nicht hinter den Bedingungen verstecken wolle, auch wenn diese nicht ideal seien.

Herausforderungen und ausblick auf das usa-spiel

Herausforderungen und ausblick auf das usa-spiel

Bundestrainer Kreis lobte die konsequente Defensive der Letten: "Entweder war der Schläger, der Lette selbst oder der Torwart bei unseren Versuchen dazwischen. Man hat solche Tage, an denen die Scheibe nicht reingeht." Die deutsche Mannschaft muss nun schnell die Niederlage abschütteln und sich auf das Duell mit den USA vorbereiten. Die Aufgabe wird nicht leicht, aber das Team will geduldig agieren und nicht ins offene Messer laufen.

Draisaitl und die chancenverwertung

Draisaitl und die chancenverwertung

Leon Draisaitl haderte mit der Chancenverwertung: "Unser Powerplay hätte eins oder zwei machen müssen - und dann steht es vielleicht 4:4, aber leider war heute nicht mehr drin." Trotzdem lobte JJ Peterka die offensiven Bemühungen des Teams, bemängelte aber den fehlenden Killerinstinkt im Abschluss.

Torwartwechsel gegen die usa erwartet

Für das Spiel gegen die USA wird voraussichtlich Philipp Grubauer eine Pause erhalten. Bundestrainer Kreis deutete an, dass entweder Maximilian Franzreb oder Mathias Niederberger im Tor stehen wird. "Morgen ist ein neuer Tag – und ein neues Spiel", so Grubauer.

TeamSpielePunkte
Lettland26
USA24
Deutschland23
Dänemark20