Deb-frauen scheitern an kanada – olympia-traum geplatzt
Früher rückschlag besiegelt das aus
Mailand – Die deutschen Eishockey-Frauen haben bei den Olympischen Winterspielen in Mailand den erwarteten Einzug ins Viertelfinale verpasst. Im Duell mit dem haushohen Favoriten Kanada setzte es eine deutliche 1:5 (0:2, 0:1, 1:2) Niederlage. Damit ist das Turnier für die Mannschaft von Bundestrainer Jeff MacLeod vorzeitig beendet. Trotz eines kämpferischen Auftritts reichte es nicht, um die Kanadierinnen zu gefährden.

Kanada dominiert von beginn an
Bereits in den ersten Minuten zeigten die Kanadierinnen ihre Überlegenheit. Brianne Jenner brachte Kanada bereits in der 2. Minute in Führung. Claire Thompson erhöhte in der 17. Minute auf 2:0. Die deutsche Abwehr wirkte gegen den schnellen und kombinationssicheren Angriff der Kanadierinnen überfordert. Torhüterin Sandra Abstreiter konnte einige Chancen vereiteln, war aber bei den Gegentoren machtlos.

Feldmeier gelingt ehrentreffer
Im zweiten Drittel baute Kanada ihren Vorsprung weiter aus. Sarah Fillier erhöhte in der 38. Minute auf 3:0, bevor Blayre Turnbull in der 41. Minute das 4:0 erzielte. Im dritten Drittel gelang Franziska Feldmeier in Unterzahl der Ehrentreffer für Deutschland (49.). Marie-Philip Poulin besiegelte mit ihrem Tor in der 56. Minute die Niederlage der deutschen Mannschaft.
Hoffnungen auf ein wunder vergebens
Kapitänin Daria Gleißner hatte vor dem Schlussdrittel noch auf eine Trendwende gehofft: „Wenn wir ein Tor schießen, dann kommen wir nochmal ran. Irgendwer muss die Verantwortung übernehmen, wir brauchen das Tor!“ Doch der schnelle Gegentreffer zu Beginn des letzten Drittels zerstörte alle Hoffnungen. Der Angriff der deutschen Mannschaft war zu harmlos, um die Kanadierinnen in Bedrängnis zu bringen.
Gruppenphase erfolgreich, aber nicht ausreichend
Die deutsche Mannschaft hatte die Gruppenphase als Zweiter hinter Schweden abgeschlossen und dabei Siege gegen Japan, Frankreich und Italien gefeiert. Der Auftakt gegen Schweden war jedoch verloren gegangen. Trotz der erfolgreichen Gruppenphase reichte es letztendlich nicht, um mit den Top-Teams des Frauen-Eishockeys mithalten zu können. Die Dominanz von USA und Kanada im Frauen-Eishockey ist weiterhin unangefochten.
Nix' warnung vor dem spiel
Vor dem Spiel hatte Angreiferin Emily Nix betont: „Wir müssen uns einfach gut vorbereiten und sicherstellen, dass wir in der Defensive sehr stark sind. Wenn wir eine Chance bekommen, werden wir alles geben.“ Doch die deutsche Defensive konnte der kanadischen Offensive nicht standhalten. Kanada demonstrierte seine Ambitionen, trotz der überraschenden Niederlage gegen die USA (0:5) im Vorfeld.
Ausblick und fazit
Trotz des Ausscheidens können die deutschen Eishockey-Frauen auf eine solide Leistung bei den Olympischen Spielen zurückblicken. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie auf dem richtigen Weg ist, aber es fehlt noch einiges, um mit den Weltspitzen mithalten zu können. Die Dominanz von Kanada und den USA im Frauen-Eishockey bleibt bestehen. Die Zukunft wird zeigen, ob Deutschland den Anschluss finden kann.
