Deb-frauen feiern ersten olympia-sieg gegen japan – so lief das spiel

Erster sieg für das deutsche eishockeyteam bei den olympischen spielen

Mailand – Zwei Tage nach der knappen Auftaktniederlage gegen Schweden haben die DEB-Frauen einen wichtigen ersten Sieg beim olympischen Eishockeyturnier gegen Japan errungen. Das Team zeigte eine starke Leistung und setzte sich mit 5:2 durch. Die Stimmung im Team ist nach dem Erfolg deutlich positiv, wie Reporter Stefan Wasmer aus Mailand berichtet.

„Neuer tag, neues glück“ – ein motto mit wirkung

„Neuer tag, neues glück“ – ein motto mit wirkung

Vor dem Spiel gegen Japan lautete das Motto der deutschen Eishockeyfrauen „Neuer Tag, neues Glück“, wie Luisa Welcke nach ihrem 50. Länderspiel erzählte. Doch Glück war nicht der entscheidende Faktor. Das deutsche Team übernahm von Beginn an das Zepter und zeigte eine entschlossene Leistung. Vor den Augen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spielten sie ein beeindruckendes Spiel.

Dominanz von anfang an: drei tore in den ersten 13 minuten

Dominanz von anfang an: drei tore in den ersten 13 minuten

Die DEB-Auswahl suchte geradlinig und mit hohem Tempo den Weg zum gegnerischen Tor. Dabei profitierte das Team von seiner körperlichen Stärke gegenüber den kleineren japanischen Spielerinnen. Laura Kluge, die erfolgreichste Punktesammlerin des Tages mit einem Tor und drei Assists, erklärte: „Wir sind eine physisch sehr starke Mannschaft. Gerade gegen kleinere Japanerinnen ist es von Vorteil, wenn man ein bisschen physischer spielt.“

Kluge lobt teamgeist und energie

Drei Tore in den ersten 13 Minuten waren der Lohn für den starken Start. Kluge resümierte: „Wir haben im ersten Drittel gezeigt, dass wir im Turnier viel vorhaben.“ Bis zur Spielmitte erhöhte die deutsche Auswahl den Vorsprung auf 5:0, ein komfortabler Polster für die restliche Spielzeit. Auch wenn die zweite Hälfte nicht mehr ganz so dominant verlief und Japan per Doppelschlag auf 2:5 verkürzte, konnte Deutschland den Sieg souverän verteidigen.

Unterzahl bleibt eine schwachstelle

„In Unterzahl haben wir noch nicht ganz unseren Rhythmus gefunden“, merkte Kluge an. Tatsächlich hat das DEB-Team im Turnier bereits drei Gegentore in Unterzahl kassiert. Trotzdem stabilisierte sich die Mannschaft im Schlussdrittel wieder, und Torhüterin Sandra Abstreiter hielt das Team mit starken Paraden im Spiel.

Macleod lobt „fantastisches spiel“

Bundestrainer Jeff MacLeod bezeichnete das Spiel gegen Japan als „fantastisches Spiel gegen einen schweren Gegner“. Mit dem ersten Sieg im Turnier haben sich die DEB-Frauen eine gute Ausgangsposition verschafft. Am Montag (16.40 Uhr, ARD und Eurosport) geht es gegen Frankreich. Ein weiterer Sieg könnte bereits die Viertelfinalqualifikation bedeuten, abhängig vom Ergebnis des Spiels zwischen Italien und Japan.

Ausblick: nächste aufgabe gegen frankreich

Laura Kluge machte deutlich: „Wir haben uns vorgenommen, in der Gruppenphase jedes Spiel zu gewinnen.“ Die knappe Auftaktniederlage gegen Schweden habe keine Selbstzweifel im Team ausgelöst. Luisa Welcke bestätigte: „Es ist nicht laut geworden. Jeder weiß, wie viel in unserem Team steckt.“ Die DEB-Frauen sind motiviert, auch das nächste Spiel erfolgreich zu gestalten und den Traum von einer Medaille bei den Olympischen Spielen weiter zu verfolgen.