Camille rast: schweizer slalom-hoffnung mit bodenhaftung und mond-glauben

Olympia im visier: camille rast und der traum von gold

Die Schweizer Skirennläuferin Camille Rast gehört zweifellos zu den größten Hoffnungen bei den kommenden Olympischen Spielen. Die 26-jährige Walliserin hat in den letzten Jahren einen enormen Entwicklungsschritt gemacht und etabliert sich fest in der Weltspitze des Slaloms. Doch für Rast hat Gesundheit oberste Priorität. Im Gespräch mit Blick betonte sie, dass das Erreichen der Spiele und das gesund bleiben wichtiger sei als der reine Goldrausch.

Mehr als nur ein traum: gesundheit als oberstes ziel

Mehr als nur ein traum: gesundheit als oberstes ziel

Auf die Frage, ob Olympiagold ein großer Traum sei, antwortete Rast zurückhaltend: „Vielleicht. Aber gesund bleiben ist wichtiger. Wenn ich mir etwas wünschen könnte, dann das.“ Diese Aussage spiegelt ihre bodenständige Art wider und verdeutlicht, dass sie den Fokus nicht ausschließlich auf das Ergebnis legt, sondern auf die Freude am Sport und das Wohlbefinden.

Die rolle der sportschule brig

Die rolle der sportschule brig

Rasts Erfolg ist nicht nur Talent, sondern auch harte Arbeit und eine gute Ausbildung. Sie erinnert sich besonders gerne an ihre Zeit an der Sportschule in Brig, wo sie von ihren Lehrern unterstützt und motiviert wurde. Diese Förderung legte den Grundstein für ihre spätere Karriere im Weltcup.

Ein besonderer glaube: an den mond

Interessant ist auch Rasts ungewöhnliche Weltanschauung. Sie glaubt nämlich mehr an den Einfluss des Mondes auf den Menschen als an Gott: „Das finde ich spannend. Ich glaube, dass er uns Menschen beeinflusst.“ Dieser unkonventionelle Gedanke zeigt ihre offene und reflektierte Persönlichkeit.

Reise-bedenken und der wunsch nach ruhestand

Sollte der Rennkalender sich in Zukunft um Rennen in China, Argentinien oder sogar Saudi-Arabien erweitern, hätte das für Rast einen Nachteil. Sie scherzt, sie sei dann am liebsten schon im Ruhestand: „Weil wir dann noch mehr reisen müssten. Da bräuchten wir wohl einen Privatjet (lacht) - wie die Moto- und F1-Fahrer. Oder die FIS würde jeweils eine Maschine chartern.“

Fokus auf cortina d'ampezzo und die reaktion auf gold

Aktuell liegt der Fokus jedoch auf den Rennen in Cortina d'Ampezzo. Auf die Frage nach ihrer Reaktion auf eine mögliche Goldmedaille antwortete Rast bescheiden: „Zuerst muss man gewinnen. Da würde ich mir spontan etwas einfallen lassen. Immerhin habe ich als Technikerin diesmal etwas mehr Pause als bei der WM in Saalbach - das würde also gut passen.“ Sie zeigt sich fokussiert, aber auch realistisch und hält sich mögliche Feierlichkeiten bis zum Erfolg vor.

Die konkurrenz: rast und shiffrin auf augenhöhe

Obwohl Mikaela Shiffrin weiterhin eine dominierende Kraft im Slalom ist, scheint der Abstand zu Camille Rast geringer geworden zu sein. Rast hat bewiesen, dass sie auf höchstem Niveau mithalten kann und ist bereit, alles zu geben, um ihren Traum zu verwirklichen. Die bevorstehenden Rennen werden zeigen, ob sie das Potential hat, um ganz oben mitzufahren.