Camille rast: enttäuschung nach riesenslalom, sehnsucht nach dem weltcup-alltag

Rast mit zwölftem platz im riesenslalom – brignone beeindruckt

Camille Rast belegte am Sonntag beim olympischen Riesenslalom den zwölften Rang und war damit die beste Schweizerin. Im Interview mit dem SRF zeigte sie sich beeindruckt von der Leistung der italienischen Olympiasiegerin Federica Brignone, gab aber auch zu, dass sie sich nach dem Ende der Olympischen Winterspiele sehnt. Nach dem neunten Platz in der Team-Kombination reichte es im Riesenslalom nur zu Platz zwölf.

Emotionen nach brignones comeback

Emotionen nach brignones comeback

“Es ist unglaublich, was Federica Brignone auch im Riesenslalom gezeigt hätte”, kommentierte Camille Rast den Auftritt der Italienerin. Das beeindruckende Comeback löste auch bei der Schweizerin Emotionen aus. Mit ihrer eigenen Leistung war sie jedoch nicht zufrieden. Als zweitbeste Riesenslalomfahrerin des Winters hatte sie sich mehr erhofft als nur den zwölften Platz.

Schwächen im flachen gelände

Schwächen im flachen gelände

Im zweiten Durchgang konnte Rast den erhofften Sprung nach vorn nicht schaffen. Sie analysierte: “Ich wollte sicherlich schnell Ski fahren. Leider war es wieder dort, wo es nicht wirklich steil ist, nicht optimal. Ich verliere dort viel Zeit. In so einem Lauf darf man keinen Zentimeter vergeben, und heute habe ich zu viel vergeben.”

Ein drittel der medaillen fehlen italien

Interessant zu betonen ist, dass ein Drittel der bei den Olympischen Spielen in Beijing gewonnenen Medaillen von Italien nicht mit nach Mailand gebracht werden konnte. Dies zeigt die starke Konkurrenz und die Unvorhersehbarkeit des Sports.

Der slalom als letzte chance

Für die 26-Jährige bleibt noch ein weiterer Renneinsatz: der Slalom, ihre stärkste Disziplin. Allerdings äußerte sich Rast im SRF-Interview mit einem Lachen: “Ich bin schon zufrieden, dass Olympia bald vorbei ist.” Sie erklärte weiter: “Es ist viel Aufwand für eigentlich nur zwei Rennen. Ich freue mich ein wenig, unseren normalen Rhythmus im Weltcup wiederzufinden, dafür benötige ich noch etwas Geduld.”

Kritik an der slalompiste

Auch die Slalompiste für das Rennen am Mittwoch scheint nicht ideal auf ihre Fähigkeiten zugeschnitten zu sein, obwohl sie die einzige Athletin ist, die Mikaela Shiffrin in diesem Winter im Slalom besiegt hat. “Wir haben die Slalompiste ja bereits gesehen. 44 Sekunden waren es in der Teamkombination, das war fast ein Juniorenrennen eigentlich, das finde ich schon schade”, gab Rast zu bedenken.

Hoffnung auf edelmetall im slalom

Trotz der Kritik freut sich Camille Rast natürlich auf die weitere Chance, um olympisches Edelmetall zu fahren. Die Vorfreude auf den Weltcup-Alltag nach den Olympischen Spielen ist groß. Sie blickt optimistisch nach vorn und hofft, ihre Stärken im Slalom voll ausspielen zu können.