Bologna im europapokal: ex-profi nervo sieht gute chancen und mahnt zur vorsicht
- Carlo nervo: ein blick zurück und nach vorn
- Erinnerungen an die vergangenheit: das duell mit galatasaray
- Brann als machbarer gegner?
- Bologna nach der partie in turin: heilungsprozess läuft
- Orsolini: ein unverzichtbarer mann
- Bernardeschi und immobile: licht und schatten
- Europapokal-hoffnungen und die suche nach glück
Carlo nervo: ein blick zurück und nach vorn
Carlo Nervo, ehemaliger Spieler des Bologna FC, blickt auf die aktuelle Situation des Vereins im Europapokal zurück. Er erinnert sich an ein schwieriges Spiel gegen Galatasaray im Jahr 1999 und zieht Vergleiche zur aktuellen Partie gegen Brann. Nervo ist optimistisch, betont aber auch die Herausforderungen, die vor Bologna liegen.

Erinnerungen an die vergangenheit: das duell mit galatasaray
„Ich erinnere mich, dass wir im Hinspiel unbedingt gewinnen mussten. Mein Schuss in der 90. Minute wurde auf der Linie geklärt – ich habe immer noch Albträume davon! Im Rückspiel endete es 1:1, mit einem Tor von Ventola. Wir schieden aus“, so Nervo. Dieses Jahr verpasste Bologna knapp die Champions League, was für Nervo eine besonders schmerzhafte Erfahrung war. „Damals war es die schlechteste Saison meines Lebens…“, gesteht er.

Brann als machbarer gegner?
Im Vergleich zu Galatasaray sieht Nervo das Duell mit Brann Bergen positiver. „Brann muss die Saison neu beginnen und ist durchaus machbar, auch wenn das Spiel auf Kunstrasen und bei Kälte keine Spazierfahrt wird. Die Chance, die Achtelfinals zu erreichen, ist gut, das kann definitiv gelingen!“
Bologna nach der partie in turin: heilungsprozess läuft
Nach dem Spiel gegen
Turin fragt sich Nervo, ob Bologna bereits wieder ganz auf dem Damm ist. Seine Antwort: „Noch nicht ganz, sie haben aber ein gutes Antibiotikum bekommen.“ Er äußert sich positiv über Trainer Thiago Motta und betont, dass er nie Zweifel an dessen Arbeit hatte. „Die erste Saisonhälfte war ein echter Leckerbissen. Danach haben jedoch viele unnötige Fehler die letzten zwei Monate getrübt. Aber es ist noch nicht vorbei…“Orsolini: ein unverzichtbarer mann
Auf die Frage, auf welchen Spieler er niemals verzichten würde, antwortet Nervo ohne Zögern: „Auf Orsolini. Es ist normal, dass nicht jede Saison perfekt läuft, aber er ist und bleibt ein Top-Spieler.“ Er sieht die Konkurrenz durch Bernardeschi als positiv an. „Ein guter Konkurrent spornt an. Orsolini ist eine Stärke Bolognas, ich hoffe, er bleibt und findet zurück zur Form.“
Bernardeschi und immobile: licht und schatten
Nervo ist von den Leistungen von Bernardeschi überzeugt: „Ich bin zufrieden mit Bernardeschi, er hat bewiesene Qualität und zeigt sie auch.“ Kritischer äußert er sich über die Verpflichtung von Ciro Immobile: „Ich habe die Entscheidung nicht verstanden. Er kommt mit großem Pomp, alle sind begeistert, er verletzt sich und fällt drei Monate aus, erholt sich und geht dann wieder. Ein wenig Dankbarkeit wäre angebracht.“
Europapokal-hoffnungen und die suche nach glück
„Ich war sehr enttäuscht über das Ausscheiden im italienischen Pokal. Das war eine große Chance. Im Europapokal hat Bologna eine realistische Chance weiterzukommen. Heute Abend ist ein Spiel, das Punkte und Selbstvertrauen geben kann. In der Liga? Nun, da bräuchte es ein bisschen… Glück, sozusagen. Ich habe dieses Jahr wirklich wenig davon gesehen“, schließt Nervo.
