Benzinpreissauseitzer: so sparen motorradfahrer bares!
Wer auf zwei Rädern
unterwegs ist, spürt es deutlich: Der Benzinpreis klettert erneut und trifft auch Motorradfahrer hart. Doch bevor nun die Panik ausbricht und das Portemonnaie leer geräumt wird, gibt es einfache Tricks, um den Verbrauch zu senken – und das ohne auf den Fahrspaß verzichten zu müssen. Valerio Boni hat in Mailand die wichtigsten Tipps zusammengetragen.Der reifendruck: der stille killer des geldes
Oft wird er vergessen, steht aber ganz oben auf der Liste der Sparmaßnahmen: der Reifendruck. Bereits eine geringfügige Unterschreitung des empfohlenen Werts kann den Rollwiderstand enorm erhöhen. Das bedeutet: Mehr Kraft wird benötigt, der Motor muss härter arbeiten und schlussendlich landet mehr Benzin im Tank. Regelmäßige Kontrolle, am besten vor jeder Fahrt und wenn die Reifen kalt sind, ist daher Pflicht.

Mehr als nur sanftes beschleunigen: die kunst der vorausschauenden fahrt
Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass sparsames Fahren lediglich bedeutet, sanft zu beschleunigen. Viel wichtiger ist es, den Verkehr vorauszusehen und frühzeitig zu reagieren. Wer frühzeitig abbremst, anstatt abrupt zu bremsen, nutzt die Trägheit des Motorrads und spart wertvolle Energie. Ein Blick weiter als die Motorradhaube voraus hilft, unnötiges Beschleunigen und Bremsen zu vermeiden – und das Portemonnaie schont sich.
Die richtige Gangwahl macht den Unterschied: Wer regelmäßig im oberen Drehzahlbereich unterwegs ist, verschwendet unnötig Benzin. Das Optimum liegt meist im Bereich des Drehmoments, wo der Motor am effizientesten arbeitet. Und wer einmal die optimale Geschwindigkeit erreicht hat, sollte diese möglichst konstant halten – jeder unnötige Richtungswechsel kostet Energie.
Vom wartungszustand bis zum gepäck: kleine details, große wirkung
Auch der allgemeine Zustand des Motorrads spielt eine Rolle. Eine trockene oder verschmutzte Kette, zu nah an den Bremsscheiben liegende Beläge oder abgenutzte Lager – all diese Faktoren erhöhen den Reibungswiderstand und treiben den Verbrauch in die Höhe. Zudem sollte man sich fragen, ob wirklich jedes Gepäckstück auf der Tour benötigt wird. Überflüssiges Gewicht kostet Leistung und erhöht den Benzinverbrauch. Auch Windschutzscheiben und die Sitzposition können einen Einfluss haben – besonders bei höheren Geschwindigkeiten.
Die Rechnung ist einfach: Wer aufmerksam ist, sein Motorrad pfleglich behandelt und vorausschauend fährt, kann bares Geld sparen. Denn in Zeiten steigender Benzinpreise ist jede kleine Ersparnis willkommen. Und wer dabei nicht auf den Fahrspaß verzichten muss, hat sowieso schon gewonnen.
Die TSV Pelkum Sportwelt ermutigt alle Motorradfahrer, ihre Fahrweise zu überdenken und die kleinen Optimierungen im Alltag umzusetzen. Denn nachhaltiges Fahren schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.
