Becker zufrieden mit WM-Gold, äußert Bedenken hinsichtlich Los Angeles 2028
Aachen – Bundestrainer Otto Becker blickt insgesamt positiv auf die Weltmeisterschaften in Aachen zurück, insbesondere aufgrund des souveränen Team-Goldes. Trotzdem äußert er Bedenken hinsichtlich der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.
Erfolgreiche Weltmeisterschaften in Aachen
„Grundsätzlich sehr positiv“, fasste Becker seine Eindrücke im ZDF zusammen. „Mit der Team-Goldmedaille war es natürlich überragend. Das war wirklich ein Erlebnis, wir haben souverän vor diesem Publikum zu Hause gewonnen, das war eine große Freude.“ Der Triumph der Mannschaft in der Soers sei ein besonderer Erfolg gewesen.

Sorge um deutsche Pferde im Blick auf LA 2028
Trotz der Freude über die Erfolge warnt Becker vor zu großen Erwartungen hinsichtlich der Olympischen Spiele 2028. Ein zentrales Problem sei, dass es für die deutschen Reiter „immer das Schwierigste, die Pferde im Land zu behalten“ sei. „Das Problem, dass viele talentierte Vierbeiner international weggekauft werden, habe Deutschland nicht exklusiv“, erklärte Becker. „Aber ich erwarte das schon extrem in den nächsten drei Jahren.“ Aktuell seien seine Reiter zwar noch konkurrenzfähig, doch der Trend mache ihm Sorgen.
Die Springreiter waren bei den Einzelwettkämpfen knapp an Medaillen vorbeigeschrammt. „Heute war ein bisschen enttäuschend. Nach dem Lauf, den wir im Team hatten, hat das Quäntchen Glück gefehlt“, resümierte Becker.
Deutsches Springreiten weiterhin Weltspitze
Becker betonte, dass das deutsche Springreiten grundsätzlich in einer sehr guten Verfassung sei. „Bei uns ist es in jedem Nationenpreis und jedem Grand Prix unheimlich eng. Wir gehören da zur Weltspitze.“ Er zeigte sich zufrieden mit den Leistungen seiner Mannschaft und freute sich über „drei Paare unter den besten Zehn. Da bin ich guter Dinge für die Zukunft.“