Andreas wolff: flexibilität als schlüssel zum erfolg – und eine überraschende schwäche

Andreas wolff: geheimnisse eines welttorhüters

Andreas Wolff, der deutsche Nationaltorhüter und Leistungsträger des THW Kiel, beeindruckt nicht nur durch seine spektakulären Paraden, sondern auch durch eine außergewöhnliche Beweglichkeit. Vor dem wichtigen Spiel gegen den SC Magdeburg enthüllte er im Interview sein Erfolgsrezept und gestand eine überraschende Schwäche.

Die spektakuläre fußabwehr: ein markenzeichen

Wolff hat sich einen Namen gemacht mit seiner unglaublichen Fähigkeit, Würfe mit dem Fuß abzuwehren, die eigentlich unhaltbar scheinen. Dabei stemmt er das Bein hoch über Kopfhöhe – eine fast unglaubliche Leistung für einen 1,98 Meter großen Mann. Diese Flexibilität ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelangen Trainings.

Frühzeitiges stretching als grundlage

Frühzeitiges stretching als grundlage

„Das wäre komisch, wenn das einfach aus dem Nichts käme“, erklärt der 34-Jährige. „Ich mache viel Stretching, schon von Kindheit an. Und im Torwarttraining ist natürlich Flexibilitätstraining inkludiert.“ Für Wolff ist Beweglichkeit ein wesentlicher Bestandteil seines Berufs, besonders für große Torhüter. „Es ist das, was mich und beispielsweise auch David Späth auszeichnet: dass wir trotz unserer Größe eine gewisse Beweglichkeit mitbringen. Das stellt Schützen vor Aufgaben.“

Der spagat als ziel

Der spagat als ziel

Bereits im Alter von zehn oder elf Jahren begann Wolff gezielt an seiner Flexibilität zu arbeiten. „Ich habe mich schon immer gedehnt, seit ich Torhüter bin. Aber diese Flexibilität Richtung Spagat zu trainieren – das habe ich irgendwann gesehen und gedacht: Spagat ist eigentlich ganz nice, das will ich auch können.“ Innerhalb weniger Wochen gelang ihm der Spagat, da Kinder leichter in solche Übungen hineinwachsen.

Stretching als feste routine

Stretching als feste routine

Heute ist Stretching für Wolff eine feste Routine, auch in der Saisonpause. „In der Sommerpause mache ich vier-, fünfmal die Woche mein Stretching-Programm“, verrät er. Der Spagat wird fast täglich trainiert, an freien Tagen etwas seltener. Wolff betont jedoch, dass Flexibilität nicht über Nacht verschwindet und lediglich die Angst vor einer Beinverletzung im Hinterkopf bleibt.

Warm-up ist pflicht

Ein gründliches Warm-Up ist für Wolff unerlässlich. „Ich sollte nicht aus der Kalten in den Spagat sliden in meinem Alter“, scherzt er. „Wenn ich mich warm gemacht habe, sollte das aber auch nach zwei, drei Wochen ohne Training kein Problem sein.“

Ein profi-tipp für mehr flexibilität

Wer selbst beweglicher werden möchte, sollte es simpel angehen: „Ich mache einfach die Beine auseinander und lasse mein Gewicht drauf fallen“, erklärt Wolff. Wichtig ist dabei, vorsichtig zu sein und auf den Körper zu hören. „Wenn du merkst, es zieht, gehst du noch ein Stückchen weiter und hältst ein bisschen in den Schmerz rein – aber so, dass du merkst, dass du dich nicht verletzt.“

Die überraschende schwäche: kniebeugen

Trotz seiner außergewöhnlichen Beweglichkeit hat auch ein Weltklasse-Keeper wie Wolff seine Schwächen. „In Kniebeugen bin ich komplett schlecht“, gibt er zu. „Die kann ich auch nur mit einer Box hinten dran.“

Nächster härtetest gegen den sc magdeburg

Am Sonntag (18 Uhr) steht für Wolff und den THW Kiel das nächste Spitzenspiel an: Der Tabellenführer SC Magdeburg gastiert in der Wunderino Arena. Weitere Informationen zur Handball-Bundesliga finden Sie unter handball-world.news.

  • Schlagzeilen Handball-Bundesliga
  • Spielplan Handball-Bundesliga
  • Tabelle Handball-Bundesliga
  • Video-Highlights Handball-Bundesliga