Alcaraz räumt mit erwartungen auf: sinner wird wieder die nummer eins!
Monte Carlo – Carlos Alcaraz hat auf dem Sandplatz von Monte Carlo einen vielversprechenden Start in die Saison gefeiert, doch seine Worte nach dem souveränen Sieggegen Sebastián Báez sorgten für Aufsehen. Der Weltranglistenerste räumte offen ein, dass er die Position an Jannik Sinner wieder verlieren wird – und betonte, dass der italienische Rivale ihn bis an die Grenzen treiben werde.
Die sandplatz-saison beginnt mit einem statement
Alcaraz dominierte im ersten Match gegen Báez klar mit 6:1, 6:3 und zeigte damit seine Ambitionen für den Titel. Im anschließenden Exklusiv-Interview mit Justine Henin bei Eurosport sprach er jedoch über mehr als nur das aktuelle Turnier. Er thematisierte die Dynamik im Duell mit Sinner und gestand, dass der Südtiroler die Führung zurückerobern wird.
“Das ist das Schöne an unserem Duell. Er wird wieder die Nummer Eins, ich versuche ihn an die Grenze zu bringen, um schnellstmöglich wieder die Nummer Eins zu werden”, erklärte Alcaraz. Diese Aussage ist ein klares Signal an die Tenniswelt: Alcaraz akzeptiert vorübergehend seine Rolle als Herausforderer und konzentriert sich darauf, Sinner zu ärgern und seine eigene Form zu optimieren.

Mehr als nur der kampf um die spitze
Neben der Frage nach der Weltranglistenposition sprach Alcaraz auch über seine Ziele für die Sandplatzsaison und seine Erinnerungen an das dramatische French-Open-Finale des Vorjahres. “Ich bin sehr glücklich, wieder auf Sand zu spielen und hier in Monte-Carlo zu sein. Es ist ein wunderbares Turnier, um in die Sandplatzsaison zu starten”, sagte er. Die vergangenen Australian Open hatten zwar seinen Fokus verlagert, doch die Grand Slams bleiben das höchste Ziel für den jungen Spanier. “Ich denke hauptsächlich an die Grand Slams. Sie sind das höchste Ziel jeder Saison. Ich habe in diesem Jahr also noch drei vor mir.”
Auch abseits des Platzes scheint Alcaraz seine Batterien wieder aufgeladen zu haben. “Ich habe viel Golf gespielt. Das durfte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen”, gestand er lachend. Diese kurze Auszeit hat ihm offenbar gutgetan, denn er wirkt fokussierter und entschlossener als je zuvor.

Die suche nach perfektion
Alcaraz betonte zudem die Bereiche, in denen er sich noch verbessern möchte. “Es gibt einige Dinge, in denen ich besser werden möchte. Dazu gehört der Aufschlag. Ich investiere viele Stunden… Ich denke darüber nach, wie ich ihn verbessern kann: die Bewegung, den Ballwurf, die Technik, mein Gefühl.” Diese Detailverliebtheit zeigt, dass Alcaraz bereit ist, hart zu arbeiten, um seine Position im Tennis zu festigen und seine Rivalen zu überwinden. Die Konzentration auf den Aufschlag, ein oft unterschätztes Element seines Spiels, könnte der Schlüssel zu zukünftigen Erfolgen sein.
Das French-Open-Finale des vergangenen Jahres bleibt ihm in Erinnerung, insbesondere “die Tatsache, dass ich nie aufgegeben habe, auch als ich im vierten Satz Break zurücklag.” Diese Einstellung, niemals aufzugeben und an das Comeback zu glauben, will er in jedem Spiel umsetzen – eine Lektion, die er aus dieser intensiven Erfahrung mitnimmt. Und während Sinner die Punkte holt, die er verteidigen muss, wird Alcaraz mit aller Kraft versuchen, diese zu unterbinden.
Die Spannung im Kampf um die Weltranglistenposition ist damit kaum zu übertreffen. Es ist ein Duell zweier Generationen, ein Kampf um Dominanz, der die Tenniswelt in Atem hält. Doch Alcaraz hat eine wichtige Erkenntnis gewonnen: Es geht nicht nur darum, die Nummer Eins zu sein, sondern es zu bleiben – und dafür ist er bereit, sich jeder Herausforderung zu stellen.
