Thw kiel: krise spitzt sich zu – droht das aus in der european league?
Die Zeichen stehen für den THW Kiel düster. Nach einer verkrampften Saison und zahlreichen Unentschieden gegen vermeintlich schwächere Gegner, steht der Handball-Bundesliga-Primus vor dem möglichen Aus in der EHF European League. Das Hinspiel gegen RK Nexe ging bereits deutlich mit 30:33 verloren – ein Weckruf, den die Fans sich kaum gewünscht hätten.
Die fehlenden rückraumspieler und die frage nach der verantwortung
Die Abwesenheit von Emil Madsen, Elias Ellefsen à Skipagötu und Eric Johansson in der ersten Rückraumreihe wird von vielen Seiten thematisiert. Doch Pascal Hens, Handball-Experte und ehemaliger Weltmeister, lässt dies nicht als bloße Ausrede durchgehen. „Das sind Jungs, die dem THW dann auch fehlen, individuelle Weltklassespieler. Nichtsdestotrotz ist es natürlich nicht der Anspruch des THW Kiel, zu Hause immer wieder Punkte zu lassen“, so Hens im Gespräch mit handball-world.news.
Die Konstanz fehlt, das ist offensichtlich. Während die Zebras in Topspielen gegen Top-Mannschaften oft Leistung zeigen, scheinen sie gegen vermeintlich schwächere Gegner regelmäßig zu straucheln. Ein Muster, das sich durch die gesamte Saison zieht. Die jüngsten Unentschieden gegen Eisenach und Leipzig bestätigen diesen Eindruck nur.

Filip jicha unter druck? hens' einschätzung
Die Frage, ob Trainer Filip Jicha trotz seiner Vertragsverlängerung im Oktober 2025 um seinen Job bangen muss, liegt natürlich im Raum. Hens hält sich jedoch bedeckt. „Ich bin jetzt nicht in der Umkleidekabine, ich bin nicht im Training. Das können am Ende nur der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Jungs im Training beurteilen“, erklärt er. Vielmehr plädiert er dafür, sich umzuhören: „Was sagen denn die Jungs, sind sie zufrieden?
