Thunder ziehen mit 14. sieg in 15 spielen davon – orlando versinkt in der krise
Die Oklahoma City Thunder haben die NBA-Nacht gehört. Mit 111:100 schickten sie die New York Knicks nach Hause, feierten ihren 14. Sieg in den letzten 15 Spielen und demonstrierten eindrucksvoll, warum sie derzeit der Maßstab der Liga sind. Shai Gilgeous-Alexander war wieder einmal der Regisseur, steuerte 30 Punkte bei, davon zehn im letzten Viertel, als er die Partie mit einer Handvoll Isolationen und einem lässigen Lächeln entschied.
Scottie barnes zerlegt orlando mit triple-double
Während die Thunder die Konkurrenz in Schach halten, rutschen andere Teams in die Bedeutungslosigkeit. Die Orlando Magic erlebten einen historischen Kater: Toronto Raptors verpassten ihnen eine 139:87-Klatsche, die bereits nach dem ersten Viertel entschieden war. Ein 31:0-Run der Kanadier ließ die Magic wie ein verlorenes College-Team erscheinen. Scottie Barnes notierte 23 Punkte und ein Karriere-Best von 15 Assists, während Paolo Banchero mit 3/14 nur noch die Frage offen ließ, ob er sich selbst noch erkennt.
Die Zahlen sind gnadenlos: 28 Ballverluste, 37 Punkte daraus, eine Feldwurfquote von 34 Prozent. Orlando hat sieben der letzten acht Spiele verloren und wirkt wie ein Team, das sich selbst nicht mehr traut. Die Playoffs rücken in weite Ferne.

Sengün führt rockets zum kantersieg – miami driftet ab
In Houston dagegen feierte Alperen Sengün ein Solo gegen die New Orleans Pelicans. 36 Punkte, 13 Rebounds, sieben Assists – der Türke spielte sich in die MVP-Gespräche hinein und ließ Zion Williamson & Co. alt aussehen. Die Rockets fuhren einen 134:102-Sieg ein, nachdem sie im zweiten Viertel einen 23:3-Lauf hingelegt hatten. Die Pelicans kassieren damit ihre dritte Niederlage in Serie und wirken wie ein Team, das die Saison bereits abgehakt hat.
Noch dramatischer sieht es in Miami aus. Die Heat verloren bei den Indiana Pacers mit 118:135 und kassierten ihre siebte Niederlage in den letzten acht Spielen. Pascal Siakam glänzte mit 30 Punkten und 11 Rebounds, während Miami im letzten Viertel komplett den Faden verlor. Die Heat sind aus den direkten Playoff-Rängen gerutscht und wirken wie ein Team, das sich selbst nicht mehr hören will.
Die Celtics hingegen bleiben stabil. Ohne Jaylen Brown gewannen sie bei den Charlotte Hornets mit 114:99. Jayson Tatum traf 32 Punkte, Payton Pritchard steuerte 28 bei und bewies, dass Boston auch ohne Stars auftrumpfen kann. Die Hornets trafen nur 12 ihrer 43 Dreier – eine Quote, die selbst in der G-League für Fragen sorgen würde.
Die Nacht gehörte den Thunder. Und den Raptors. Und den Rockets. Die Liga teilt sich in Gewinner und Verlierer – und die Gewinner haben Namen wie Gilgeous-Alexander, Barnes und Sengün. Die Saison wird eng. Die Saison wird hart. Aber sie bleibt faszinierend.
