Thun verpasst meisterfeier – lugano macht es möglich

Die Stockhorn Arena war bereit für den Ausbruch der Freude, doch der FC Thun musste am Sonntag eine bittere Pille schlucken. Lugano sorgte mit einem 2:1-Sieg dafür, dass die Meisterparty ausbleibt und die Spannung in der Schweizer Meisterschaft weiter besteht. Ein herber Rückschlag für die Thuner, die kurz vor dem Ziel stehen.

Die tessiner zeigen, wer der boss ist

Es war bereits der dritte Krawallschrei in dieser Saison: Lugano bezwang Thun erneut, und das mit Bravour. Während die Thuner Fans sehnsüchtig auf die Entscheidung warteten, präsentierte sich Lugano als das kontrollierte, ballsichere Team, das die Räume konsequent nutzte. Elmin Rastoder bot zwar einen Lichtblick, doch insgesamt wirkte Thun vor und nach dem Gegentreffer zu harmlos.

Leonardo Bertone, der sonst so gefühlte Anhang, musste sich nach dem Spiel gedämpft zeigen. „Gegen Lugano haben wir immer Schwierigkeiten, unser Spiel durchzusetzen“, erklärte der Mittelfeldstratege im Gespräch mit SRF. Die Frustration war ihm deutlich anzusehen, obwohl er betonte, dass das Polster an der Spitze noch immer komfortabel sei.

Dankbarkeit überwiegt den frust

Dankbarkeit überwiegt den frust

Doch Bertone blickt nach vorne. Die Dankbarkeit für die bisherige Saison, die von einer beeindruckenden Leistung geprägt war, überwiegt den kurzfristigen Enttäuschung. „Wir dürfen nicht vergessen, von wo wir kommen“, mahnte er. Die Thuner haben sich diese Saison hart erarbeitet und wollen diesen Schwung nun mitnehmen, egal wann die Entscheidung fällt.

Die Möglichkeit, bereits am Sonntagabend die Meisterschaft perfekt zu machen, war zwar vergeben, doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Sollte der FC St.Gallen gegen die Young Boys patzen, wäre der Jubel vorzeitig eröffnet. Ansonsten heißt es abwarten und Tee trinken – und sich als Fan des eigenen Teams ausleben, wie Bertone humorvoll anmerkte. „Jetzt können wir morgen mal Fan sein, das wird sicher auch mal lustig.“

Die Thuner Fans, die ihrem Team treu blieben, müssen sich zwar noch etwas gedulden. Das Team ist jedoch entschlossen, die Mission Meisterschaft zu vollenden. Denn eines ist klar: Es geht darum, Schweizer Meister zu werden – und das kann man überall feiern.