Thea louise stjernesund: vom wm-frust zur olympia-silbermedaille
- Ein jahr nach den tränen: stjernesunds triumph in cortina
- Die erinnerung an saalbach als antrieb
- Knappe entscheidung: silber durch hundertstelsekunde
- Ein besonderer moment der freude: silber teilen mit sara hector
- Eine ungewöhnliche solidarität zwischen norwegen und schweden
- Nächster schritt: operation nach dem slalom
- Die motivation aus der vergangenheit
Ein jahr nach den tränen: stjernesunds triumph in cortina
Vor genau einem Jahr kämpfte Thea Louise Stjernesund noch mit der bitteren Enttäuschung einer knapp verpassten Medaille bei der Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm. Nun, bei den Olympischen Spielen in Cortina d'Ampezzo, hat die Norwegerin ihren Traum verwirklicht und sich die Silbermedaille im Riesenslalom gesichert. Es ist die erste Einzelmedaille bei Großereignissen für die 29-Jährige.

Die erinnerung an saalbach als antrieb
Die Erinnerung an die WM 2025, wo ihr nur ein Hundertstel zur Bronzemedaille fehlte, begleitete Stjernesund bis nach Cortina. "Dieser Tag hat mich dazu gebracht, mir selbst zu schwören, dass ich mich das nächste Mal, wenn ich diese Chance bekomme, nicht zurückhalten werde", erzählte sie. Dieser Schwur trieb sie zu Höchstleistungen an.
Knappe entscheidung: silber durch hundertstelsekunde
Der Weg zur Medaille war erneut hart umkämpft. Wie schon bei der WM entschied eine Hundertstelsekunde über den Erfolg. Stjernesund setzte sich mit nur fünf Hundertsteln Vorsprung gegen die Italienerin Lara Della Mea durch. Das Rennen fühlte sich jedoch nicht perfekt an: "Der zweite Lauf hat sich überhaupt nicht gut angefühlt, sondern einfach komisch".
Ein besonderer moment der freude: silber teilen mit sara hector
Was diesen Triumph noch besonderer macht: Thea Louise Stjernesund teilte sich die Silbermedaille mit der Schwedin Sara Hector. Beide Fahrerinnen erreichten exakt die gleiche Zeit im ersten und zweiten Lauf. Die Freude war grenzenlos, und die beiden Sportlerinnen fielen sich nach dem Lauf, bei der Siegerehrung und auf dem Weg zur Pressekonferenz in die Arme.
Eine ungewöhnliche solidarität zwischen norwegen und schweden
Die Geste der beiden Athletinnen ist im nordischen Skisport, der oft von Rivalität zwischen Norwegen und Schweden geprägt ist, ungewöhnlich. "Im Langlauf sind es die vielleicht zwei größten Nationen, aber im Alpin sind wir das nicht, deshalb können wir vielleicht auch ein bisschen mehr zusammen kämpfen", erklärte Sara Hector. Stjernesund ergänzte: "Es wird immer eine Rivalität geben, aber auf eine gesunde und spaßige Art und Weise".
Nächster schritt: operation nach dem slalom
Trotz des großen Erfolgs ist die Freude noch nicht ganz ungetrübt. Stjernesund leidet an einer Ganglionzyste am linken Fußrücken und wird sich nach dem Slalomwettbewerb (Dienstag, ab 10 Uhr im LIVETICKER) operieren lassen. Sie geht jedoch mit einem Lächeln in die Operation, denn endlich hat sie ihr Versprechen eingelöst und ihre Ziele erreicht.
Die motivation aus der vergangenheit
Die bittere Erfahrung in Saalbach war eine wichtige Motivation für Thea Louise Stjernesund. "Es war ein sehr harter Tag mit diesem vierten Platz, aber es war auch eine große Motivation. Das hat dazu geführt, dass ich mich zusammengerissen habe", so die frischgebackene Silbermedaillengewinnerin. Ihr Kampfgeist und ihre Entschlossenheit haben sich ausgezahlt.
