Thannheimer stürzt in lahti schwer und humpelt aus dem auslauf

Wendelin Thannheimer liegt im Auslauf von Lahti, eine Minute lang, während die Zuschauer den Atem anhalten. Der Kombinierer aus Oberstdorf verlor nach einem Sprung auf 128,5 Meter das Gleichgewicht, knickte nach links weg und kam hart zu Fall. Er konnte zwar auf eigenen Füßen gehen – aber von einem normalen Abgang war das weit entfernt. Jeder Schritt ein Humpeln, eine Hand an der Bande.

Was genau in lahti passierte

Der 26-Jährige hatte seinen Flug eigentlich solide begonnen. Doch kurz vor der Landung verlor er die Kontrolle, der Körper drehte nach links, und dann war da nur noch der harte Schnee. Etwa eine Minute blieb Thannheimer reglos liegen, ehe er sich aufrichtete und langsam den Auslauf verließ – gestützt, sichtlich angeschlagen, aber auf eigenen Beinen. Das ist in solchen Momenten das Einzige, worauf es wirklich ankommt.

Ein sturz zum falschen zeitpunkt

Ein sturz zum falschen zeitpunkt

Die Saison von Thannheimer hatte zuletzt Fahrt aufgenommen. Anfang Dezember in Trondheim war er als Zweiter des Massenstarts erstmals auf ein Weltcuppodest gefahren – ein Moment, auf den er lange hingearbeitet hatte. Dann kam die bittere Nachricht: Der Sprung ins dreiköpfige DSV-Team für Olympia in Mailand und Cortina war ihm knapp verwehrt geblieben. Knapp. Das Wort, das in solchen Karrieren besonders wehtut.

Und jetzt dieser Sturz in Finnland. Ob er Folgen hat, wie schwer die Verletzung tatsächlich ist – das wird sich in den nächsten Stunden zeigen. Was man jetzt schon sagen kann: Thannheimer ist einer der wenigen deutschen Kombinierer, der in dieser Saison echte Substanz gezeigt hat. Dass er ausgerechnet jetzt auf dem Boden liegt, ist mehr als ein schlechter Tag im Büro.