Tevez packte koffer für madrid: der deal, der im sande verlief
Carlos Tevez hat eine Bombe platzen lassen: Nur knapp hätte er nicht für den Real Madrid gespielt – und das, bevor sein Wechsel zum Manchester City die Premier League in Aufruhr versetzte. Ein unterschriebener Vertrag, ein Geheimnis, das jahrelang gehütet wurde, und ein verpasster Traum in Weiß. Die Geschichte ist so unglaublich, dass sie kaum zu glauben ist.

Ein vertrag unter aller leute – und dann stille
Die Erzählung kam bei einem Gespräch über die aktuellen Transferaktivitäten des Real Madrid zustande. Tevez, der seine Karriere bereits bei Boca Juniors, Manchester United, Juventus und Manchester City bestritt, wurde gefragt, ob er sich jemals mit einem Engagement in Madrid vorstellen konnte. Seine Antwort ließ die Luft stocken: “Ich war sehr nah dran, als ich von United zu City wechselte.”
Es folgte ein detaillierter Bericht, der die Fußballwelt überraschte. Der Stürmer erklärte, dass ein Deal bereits in trockenen Tüchern war, und zwar so weit fortgeschritten, dass der Vertrag von einem Notar beurkundet wurde. “Es ist unglaublich, eine lange, sehr lange Geschichte”, begann Tevez und erinnerte daran, dass er damit einen weiteren europäischen Giganten zu seinen Erfolgen hätte hinzufügen können. “Stellt euch vor, ich hätte auch noch Madrid gespielt: United, City, Boca…”, sagte er mit einem Augenzwinkern.
Es handelte sich nicht um bloße Gespräche oder unverbindliche Andeutungen. Tevez berichtete von einem Abschluss, der weit über den üblichen Sondierungsstand hinausging. “Der Vertrag war unterschrieben und bei einem Notar deponiert, für die spätere Vorlage”, erklärte er. Diese Aussage verdeutlichte, wie nah er tatsächlich am Santiago Bernabéu war. “Das ist sehr nah dran, das ist zu nah”, kommentierte sein Gesprächspartner.
Der ehemalige Präsident Ramón Calderón spielte ebenfalls eine Schlüsselrolle. Tevez erinnerte sich an ein nächtliches Telefonat: “Ich habe mit Calderón um drei Uhr morgens gesprochen. Wir hatten alles mit Mijatovic erledigt.” Er schilderte die Szene, als der Deal besiegelt wurde: “Wir waren zu Hause beim Abendessen, haben den Vertrag unterschrieben. Es war zwei Uhr morgens, nach einem United-Spiel. Ich erinnere mich noch genau.”
Der Plan sah vor, den Vertrag geheim zu halten und ihn zu einem späteren Zeitpunkt bekannt zu geben. “Wir durften es nicht sagen. Wir haben den Vertrag unterschrieben, ihn beim Notar hinterlegt, um ihn nach dem Saisonende vorzustellen”, so Tevez. Doch das Blatt wendete sich abrupt mit dem Rücktritt von Ramón Calderón vom Präsidentenposten des Real Madrid. “Calderón wird rausgeschmissen… raus ist der Vertrag, raus ist alles”, fasste Tevez die Situation mit deutlichen Worten zusammen.
Die verpasste Chance blieb lange ein Geheimnis, eine Operation, die die jüngere Fußballgeschichte Europas hätte verändern können. Tevez wechselte schließlich zu Manchester City, ein Transfer, der die Premier League erschütterte und eine bittere Rivalität zwischen den beiden Manchester-Clubs entfachte. Real Madrid hingegen begann eine neue Ära unter Florentino Pérez, geprägt von spektakulären Verpflichtungen wie Cristiano Ronaldo, Kaká, Benzema und Xabi Alonso.
Die Enthüllung Tevez’s wirft nun ein neues Licht auf diese Ära und zeigt, dass hinter den Kulissen des Fußballs oft noch überraschendere Geschichten schlummerten. Ein unterschriebener Vertrag, ein nächtliches Gespräch und ein Versprechen, das im Sande verlief: “Willkommen in der Casa Blanca.”
