Tessitori: „venezia ist magisch – wir wollen die meisterschaft!“, vater wird er bald
Venedig bebt! Amedeo Tessitori, Kapitän von Reyer Venezia, hat in einem exklusiven Interview mit der Gazzetta dello Sport nicht nur von dem „magischen Moment“ gesprochen, den seine Mannschaft gerade erlebt, sondern auch die ehrgeizige Zielsetzung deutlich formuliert: „Wir wollen die Meisterschaft!“. Und das zu einem besonders persönlichen Zeitpunkt: Tessitori und seine Partnerin erwarten ihr erstes Kind.

Der aufstieg eines leistungsträgers
Die Karriere von Tessitori hat in den letzten Wochen eine neue Dimension erreicht. Nach Jahren harter Arbeit und kontinuierlicher Verbesserung präsentiert sich der Center nun in Topform. „Se ich gewusst hätte, dass ich diese Leidenschaft und diesen Ehrgeist schon früher entwickeln würde…“, reflektierte Tessitori im Gespräch. Seine herausragenden Leistungen gegen Virtus Bologna, wo er gleich zweimal seinen Karrierebestwert erreichte, waren entscheidend, um seinen Ex-Verein aus den Playoffs zu werfen. Ein Ziel, das er sich in den Köpfen festgesetzt hatte: „Ich wollte nicht noch einmal scheitern.“
Doch der Erfolg im Verein spiegelt sich auch in seinem persönlichen Leben wider. „Es ist ein besonderer, sehr schöner Moment“, verriet Tessitori. „Wir erwarten ein Mädchen – wir sind im fünften Monat. Es passt perfekt, diese Finalserie fällt genau jetzt.“
Die körperliche und mentale Reife haben Tessitori zu einem Schlüsselspieler gemacht. Er hat gelernt, seine Stärken optimal einzusetzen und seine Schwächen durch gezieltes Training auszugleichen. „Mir hat es eine Weile gedauert, meinen Körper zu verstehen“, so Tessitori. „Der moderne Basketball ist athletisch und schnell. Ich arbeite daran, meine Defizite in anderen Bereichen auszugleichen, durch physische Vorbereitung, die mir große Freude bereitet.“
Die Symbiose mit dem Trainer Neven Spahija ist dabei ein entscheidender Faktor. „Es war wie Fusion-Küche – eine Mischung aus verschiedenen Geschmäckern. Es hat eine Weile gedauert, bis er meinen Spielstil verstanden hat und ich seine Basketball-Philosophie angenommen habe. Aber jetzt funktioniert es perfekt. Ich kann in chaotischen Situationen das Spiel verlangsamen und uns wieder auf unseren Rhythmus zurückführen.“
Gegen Milano wird Tessitori nun eine Schlüsselrolle spielen. „Wir sind eine Mannschaft, die sich nicht auf einen einzelnen Spieler verlässt. Wir nutzen die Stärken jedes Einzelnen. Ich soll Druck im Korb ausüben und Räume für meine Mitspieler schaffen.“
Die Ausgangslage vor dem Finale gegen Olimpia Milano ist klar: „Wir müssen ihnen Sicherheit nehmen. Sie haben talentierte Spieler in jeder Position, aber jede Mannschaft hat Schwächen. Wir müssen diese finden und ausnutzen.“ Tessitori blickt selbstbewusst nach vorne: „Es ist unmöglich, ein Finale mit der Einstellung zu bestreiten, dass man verliert. Wir spielen immer, um zu gewinnen – erst recht eine Finalserie.“
Und selbst wenn es nach seiner aktiven Karriere zurück in seine toskanischen Wurzeln ziehen mag – „Hier ist mein Zuhause“, so Tessitori – so will er noch lange im Rampenlicht stehen: „Ich will die Basketball-Nase voll bekommen, bevor ich aufhöre.“
