Ter stegens neustart: ajax winkt – doch die verletzungsgeschichte ist beängstigend

Amsterdam fiebert dem Comeback des deutschen Nationaltorwarts Marc-André ter Stegen entgegen. Der 34-Jährige steht kurz vor einem Leihgeschäft zu Ajax, doch seine fragilen Knie und der Rücken werfen Fragen auf. Ein Wechsel, der Hoffnung weckt, aber auch tiefe Sorgen bereitet.

Die rückkehr zum fußballgeschehen unter míchel

Die rückkehr zum fußballgeschehen unter míchel

Nach einer turbulenten Zeit beim FC Barcelona, wo er lange Zeit als einer der besten Keeper der Welt galt, scheint ter Stegen nun eine neue Chance in der Eredivisie zu suchen. Die Zusammenarbeit mit Trainer Míchel, unter dem er bereits in Girona kurzzeitig spielte, könnte der Schlüssel zu seiner Wiederbelebung sein. Anfang des Jahres war der Spanier noch sein Coach gewesen, bevor Míchel nach dem Abstieg mit Girona entlassen wurde.

Ein Teufelskreis der Verletzungen Das Kapitel Girona endete abrupt: Nur zwei Spiele absolvierte ter Stegen, bevor ihn ein schwerer Oberschenkelriss von den Plätzen fernhielt. Diese Verletzung reiht sich ein in eine lange Liste von Problemen, die den erfahrenen Torhüter in den letzten Jahren geplagt haben. Zuvor hatte er mit einer komplizierten Rückenverletzung zu kämpfen, die ihn fast die gesamte Hinrunde in Barcelona aussichtslos machte. Und davor? Ein Patellasehnenriss hatte ihn über sechs Monate außer Gefecht gesetzt.

Die Katalanen, die noch einen Vertrag bis 2028 mit ter Stegen haben, scheinen den Schlussstrich unter seiner Zeit im Camp Nou gezogen zu haben. Die Entscheidung ist verständlich, denn die konstante Verletzungsanfälligkeit des Torwarts hat die sportliche Planung erheblich erschwert. Ajax bietet ihm nun die Möglichkeit, sich neu zu orientieren und unter einem bekannten Gesicht – Míchel – wieder zu alter Stärke zu finden.

Doch die Frage, ob ter Stegen seinen Körper endlich in den Griff bekommt, bleibt offen. Seine Vergangenheit ist eine Mahnung: Ein Neustart ist kein Garant für Erfolg. Die Fans in Amsterdam hoffen auf das Beste, doch die Erinnerung an seine Verletzungen ist tief verankert. Ob er nun in der Eredivisie endlich seine Ruhe findet oder ob die Verletzungsgeschichte ihn weiterhin verfolgt, wird die kommende Saison zeigen. Die Zahl seiner 44 Länderspieleinsätzen ist beeindruckend, doch sie verblasst angesichts der Häufigkeit seiner Ausfälle.