Tennisturnier in fudschaira wegen drohnenangriff abgebrochen
Mitten im Match, mitten im Krieg. Das ATP-Challenger-Turnier im emiratischen Fudschaira wurde am Dienstag nach nur zwei gespielten Begegnungen abgebrochen, nachdem Trümmer einer abgeschossenen Drohne ein Ölfeld in Brand setzten – keine 15 Kilometer von der Anlage entfernt. Der Rauch war sichtbar. Der Lärm überfliegender Kampfjets war nicht zu überhören. Und plötzlich war Tennis das Unwichtigste auf der Welt.
Spieler per lautsprecher in sicherheit gewiesen
Die Turnierleitung reagierte schnell. Alle 13 noch angesetzten Matches des Tages wurden ausgesetzt, die Spieler, die sich noch auf den Plätzen befanden, wurden über Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, sofort umliegende Gebäude aufzusuchen. Kein geordneter Rückzug, kein geplantes Prozedere – das war Notfallmanagement in Echtzeit.

Der kontext, der alles erklärt
Was sich hier entlud, ist kein isolierter Vorfall. Seit Samstag führen Israel und die USA Angriffe auf den Iran, der seinerseits mit Vergeltungsschlägen gegen mehrere Länder der Region antwortet. Die Vereinigten Arabischen Emirate stehen dabei ausdrücklich auf der Zielliste Teherans. Dass zu Wochenbeginn überhaupt noch gut ein Dutzend Qualifikationsspiele in Fudschaira ausgetragen werden konnten, grenzt im Nachhinein fast an Leichtsinn.
Das Turnier steht damit vor dem endgültigen Aus – und mit ihm die Frage, warum die Veranstalter den Betrieb überhaupt so lange aufrechterhalten haben. Ein brennendes Ölfeld in Sichtweite ist keine Warnstufe mehr. Das ist das Ende des Spielbetriebs.
