Tennis-schock: beltz sieht umbruch, nicht krise!

Ein Schock für den deutschen Tennis-Frauen-Sport: Der Abstieg in die Drittklassigkeit ist Realität. Doch Teamchef Torben Beltz sieht trotz des herben Rückschlags keine Panik aufkommen – sondern eine Chance für einen Neuanfang. „Von einer Krise würde ich nicht sprechen“, betonte der 49-Jährige in einem Interview mit web.de News.

Die jugend muss sich entwickeln

Der Abstieg, der durch eine deutliche Niederlage gegen Litauen im April besiegelt wurde, sei eher ein „Umbruch“, erklärte Beltz. Er sieht im Nachwuchs viel Potenzial und fordert Geduld. „Wir haben viele talentierte Spielerinnen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, die sich gerade entwickeln. Der Weg auf das höchstmögliche Niveau braucht Zeit.“

Beltz führte das Beispiel von Angelique Kerber an, die er einst selbst trainiert hat. „Bei Angie war es ja auch nicht so, dass der Erfolg sofort da war – sie hat ihren ersten Grand-Slam-Titel erst mit 28 gewonnen.“ Diese Erfahrung zeige, dass Entwicklung Zeit benötigt und den Spielerinnen diese Zeit auch gewährt werden müsse. Es geht um eine langfristige Perspektive, nicht um kurzfristige Erfolge.

Mehr turniere für die deutschen spielerinnen

Mehr turniere für die deutschen spielerinnen

Ein weiterer Faktor, der den deutschen Tennis-Frauen helfen könnte, ist eine vielfältigere Turnierlandschaft. Beltz sieht hier ein Vorbild in Italien, wo Spielerinnen regelmäßig an Turnieren teilnehmen können. „Deutschland arbeitet daran, mehr Turniere im eigenen Land anzubieten“, so Beltz, der sich eine stärkere Förderung des nationalen Turniersports wünscht.

Der Abstieg in die Regionalgruppe II des Billie Jean King Cups war ein deutliches Signal, dass die deutsche Mannschaft derzeit ersatzgeschwächt ist. Doch Beltz blickt optimistisch in die Zukunft und setzt auf die Entwicklung der jungen Talente. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob der Umbruch Früchte trägt und die deutsche Tennis-Frauen-Nationalmannschaft zurück an die Weltspitze führt.